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Im Eiltempo zur Tennishalle

LotzwilSeit gestern wird im Gewerbegebiet das neue Tenniscenter gebaut. In Langenthal stiess der Tennisclub auf massiven Widerstand – in Lotzwil nicht. Der Zeitplan ist eng.

Heftige Regenschauer und ein paar zarte Sonnenstrahlen. Die geladenen Gäste des Tennisclubs Langenthal haben beides erlebt. Im Lotzwiler Chilefeld feierten sie gestern den Baustart des neuen Tenniscenters – bei Wetterbedingungen, die passender nicht hätten sein können. Lange waren die Aussichten des Tennisclubs trüb, beinahe hätte er sein Grossprojekt bachab schicken müssen. Die Aufhellungen kamen gerade noch zur rechten Zeit. «Nun freuen wir uns, endlich bauen zu dürfen», sagte Heini Hasler, Vorstandsmitglied und Spielleiter beim TC Langenthal. Winterweizen ist geerntet 9200 Quadratmeter Land stehen dem Verein im Gewerbegebiet Chilefeld zur Verfügung. Das Grundstück gehört der Einwohnergemeinde und wurde bis letzte Woche von einem Bauern bewirtschaftet. Rechtzeitig hat er seinen Winterweizen geerntet und Platz gemacht für die Bauarbeiter. Der erste Bagger steht schon bereit, lange wird es nicht dauern, bis die 2000 Kubikmeter Humus abgetragen sind. «Wir wollen so schnell wie möglich vorwärtsmachen», betonte Heini Hasler anlässlich des Spatenstichs. «Jeder Tag, den wir länger brauchen, bis die Halle fertig ist, kostet Geld.» Schon in sechs Wochen soll das Fundament stehen, weitere sechs Wochen dauert der Hallenbau. Aufgestellt wird ein Objekt, das seit 30 Jahren in der Nähe von Lausanne genutzt und demnächst in seine Einzelteile zerlegt wird. «Die Stahlkonstruktion ist gut erhalten, die Fassadenbleche werden wir erneuern», so Hasler. Bezugsbereit ist die neue Spielstätte ab Mitte November. Drei Hallenplätze stehen zur Verfügung, wovon einer unter der Woche von zwei Tennislehrern genutzt wird. Auf eigene Rechnung werden sie eine Tennisschule aufbauen. Im Frühjahr 2012 kommen die vier Aussenplätze hinzu. In Langenthal unerwünscht Alles in allem rechnet der Tennisclub mit Kosten von 3 Millionen Franken. Finanzieren will er diesen stolzen Betrag mit eigenen Mitteln, einer Hypothek und Geld aus dem kantonalen Sportfonds. Ursprünglich hätte die Anlage in Langenthal entstehen sollen. Doch die Anwohner wehrten sich, 27 Einsprachen und 16 Rechtsverwahrungen gingen beim Statthalter ein. Kritikpunkt Nummer eins: Wegen der Tennisanlage wäre das beliebte Biotop an der Weissensteinstrasse verschwunden. Vorbehalte machte aber auch der Kanton geltend, weil das Areal früher als Abfallgrube genutzt worden war und Giftstoffe verborgen hält. Im November 2010 hatte der Tennisclub genug von all den Diskussionen und schaute sich in Lotzwil nach geeignetem Bauland um. Mit Erfolg, wie sich heute zeigt. Die düsteren Wolken über dem Tennisprojekt haben sich definitiv verzogen. Stefan Schneider>

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