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«Ihr habt diese Anerkennung verdient»

Samariter in spiez An der DV wählten die Samariter Berner Oberland ein neues Vorstandsmitglied, bedauerten den Mitgliederrückgang und genehmigten die Rechnung mit einem kleinen Defizit. Samariter leisten viel Hilfe und bilden sich weiter.

Chrige Tschanz ehrte 25 Samariter für 25 Jahre Freiwilligenarbeit, lobte deren Verdienste und gönnt ihnen die Henry-Dunant-Medaille: «Diese Medaille habt ihr euch verdient für uneigennützigen Einsatz», sagte Tschanz. Sicher wussten viele dieser Leute zu Beginn nicht, dass es diesen «Plämpu» überhaupt gibt, ist sie überzeugt. Die Samariter handelten wie im Gleichnis in der Bibel, führte Chrige Tschanz aus. Ohne zu fragen, ohne anzuklagen oder zu verurteilen. Sie helfen einfach, verbinden die Wunden, betreuen die Patienten und schenken ihnen bedingungslos Zeit. Dafür dürfen sie ruhig einmal im Mittelpunkt stehen, gelobt und beschenkt werden, um dann wieder motiviert weiter zu arbeiten, so Tschanz. An der Delegiertenversammlung im Kirchgemeindehaus Spiez wurde die Sekretärin Hanni Rusterholz nach sechs Jahren verabschiedet. Leider konnte die Nachfolge nicht geregelt werden. Der Sitz bleibt vakant. Seit 2009 war der Sitz des Verbands der Kursleiter und Technischen Leiter Thun und Umgebung vakant. Mit Emmi Rossi konnte jetzt ein neues Vorstandsmitglied gewonnen werden. Als neue Rechnungsrevisorin, vorerst als Ersatz, wurde Madeleine Röthlisberger gewählt. Der Präsident Wilhelm Müller und zwei Mitglieder im Vorstand wurden für eine weitere Amtsdauer von vier Jahren gewählt. Die Jahresrechnung schloss mit einem Defizit von knapp 400 Franken bei einem Umsatz von gegen 12000 Franken. Ein Antrag des Samaritervereins Strättligen, dass die Kosten für die Teilnahme der Abgeordneten an der DV vom Oberländer Verband übernommen werden sollen, wurde angenommen. Mitgliederschwund Präsident Wilhelm Müller sagte, dass der Nothelferkurs zertifiziert wurde, was die Qualität verbessert. Das Angebot wird aber mit mehr Forderungen gekoppelt. Die Kursleiter müssen sich kontrollieren lassen und Weiterbildungen besuchen. Die Vereine haben Schwierigkeiten, weil Mitglieder, besonders junge, fehlen und keine neuen Kursleiter zur Verfügung stehen. Vereine fusionieren oder lösen sich auf, weil sie keine Zukunft mehr sehen. «Ist das eine Zeiterscheinung?» fragt Müller. Wie können die Leute motiviert werden, sich am Gemeinwohl zu beteiligen, die Zukunft der Gesellschaft uneigennützig mitzugestalten mit Freiwilligenarbeit, umsonst, aus Freude am Helfen? Es gebe leider kaum Strategien für eine Kehrtwende, sagte Müller. Der Präsident des Grossen Gemeinderats Spiez, Urs Gurtner, stellte die Gemeinde vor und ist überzeugt, dass die Samariter einen wichtigen Beitrag leisten. «Samariter sind auf Notfallsituationen besser vorbereitet», sagte er und erwähnte die Katastrophe in Japan. Rösi Reichen Die 25 geehrten Samariter für 25 Jahre Freiwilligenarbeit: Doris Eschler, Boltigen; Brigitte Hirschi, Brienz; Wilhelm Müller, Brienz; Margreth Wieland, Hofstetten; Peter Dummermuth, Heimenschwand; Lisabeth Gerber, Heimenschwand; Elisabeth Eymann, Erlenbach; Elisabeth Ueltschi, Weissenburg; Rudolf Mani, Diemtigen; Marianne Blatter, Oey; Heidi Oesch, Eriz; Nadja Stettler, Thierachern; Angela Willener, Guttannen; Urs Zuberbühler, Guttannen; Doris Mosimann, Meiringen; Rosa Berger, Wilderswil; Brigitte Melchior, Interlaken; Margaretha Baumann, Sundlauenen; Martin Burgener, Niederried; Elsbeth Einfeldt, Brienz; Niklaus Burri, Schönried; Hans-Rudolf Bachmann, Hondrich; Paul Neuhaus, Teuffenthal; Georg Flütsch, Thierachern; Barbara Steuri, Wengen.>

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