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IG kritisiert Regierung

spitalversorgungDie IG Spitalversorgung Simmental-Saanenland reagiert auf die Mitteilung der Gesundheits-und Fürsorgedirektion, keine Beiträge zahlen zu können.

Die medizinische Versorgung erhitzt weiter die Gemüter. Letzte Woche gab der Kanton bekannt, dass er keine zusätzlichen Mittel für die Region Simmental-Saanenland freigeben könne. Die IG Spitalversorgung hat reagiert: «Bereits in der Versorgungsplanung 2007–2010 sah der Regierungsrat (RR) als zuständige Behörde in Zweisimmen und Saanen je ein Gesundheitszentrum vor für den Fall, dass in Saanenmöser kein neues Akutspital gebaut werden könne. Am 2.Juli 2010 stellte der RR klar, dass der Neubau eines Spitals in Saanenmöser nicht realisierbar sei. In der gleichen Medienmitteilung beauftragte er den Verwaltungsrat der Spitalgruppe STS AG, die Arbeiten für eine langfristige Grundversorgung unter Berücksichtigung von Qualität, Wirtschaftlichkeit und Zugänglichkeit für die Bevölkerung in Abstimmung mit den lokalen Behörden an die Hand zu nehmen.» «Konzept eingereicht» Entsprechend diesem Auftrag des RR habe die STS AG ein Konzept ausgearbeitet, welches am 6. Juli 2011 dem RR zur Genehmigung unterbreitet wurde. «Kurze Zeit später erschien die vom RR zu verantwortende Versorgungsplanung 2011–2014. Auch diese enthält wiederum je ein Gesundheitszentrum, wobei dasjenige in Zweisimmen die stationäre Akutversorgung der Region sicherstellen soll. Was seit 2007 allen Beteiligten klar war, nämlich dass zwei Zentren teurer zu stehen kommen werden als ein Akutspital, soll nun plötzlich als Begründung dafür gelten, den profunden Lösungsvorschlag der STS AG – 6 Monate nach dessen Einreichung – abzulehnen», wird kritisiert. Dies passiere mit der Behauptung, dass «für einen Betriebskostenbeitrag keine klare Rechtsgrundlage» bestehe. Und weiter: «Das stimmt nachweislich nicht, denn das Spitalversorgungsgesetz erlaubt explizit, in begründeten Fällen finanzielle Beiträge zu leisten. Dazu kommt, dass der Grosse Rat kürzlich mehrere Planungserklärungen überwies, die genau die Problematik der Grundversorgung in den ländlichen Gebieten zum Thema hatten. Zusätzlich leisten wir uns den Luxus eines Ambulanzstandorts Saanenmöser, mit dem nachweislich in sehr vielen Fällen die Modelle 90/15 resp. 80/30 für das Rettungswesen nicht erfüllt werden können. In der Annahme, dass in Saanenmöser Kosten generiert werden, mit denen allfällige Investitionskredite für notwendige Zusatzbauten in Zweisimmen und Saanen kapitalisiert werden könnten, macht auch dieses System keinen Sinn.» «Personal wird verunsichert» Zudem werde durch die widersprüchliche Haltung des Regierungsrates ein Entscheid hinausgezögert und das Personal zusätzlich verunsichert. Sehr zu denken gebe zudem die Haltung des RR auch deshalb, weil die ganze Begründung sich ausschliesslich an Ausgaben orientiert und die Versorgungssicherheit der Touristen ausgeklammert bleibt. «Eine Versorgung nur auf die ständige Wohnbevölkerung zu beziehen, ist in einer Tourismusregion schlicht verantwortungslos.» pd/hsf >

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