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«Ich konnte letztlich ohne schlechte Gefühle wechseln»

HandballDer 27-jährige Manuel Reber spielt neu für den BSV Bern Muri und kehrt damit in die Nationalliga A

Eigentlich hatten Sie Ihre Karriere in der NLA abgeschlossen. Wie kam es nun dazu, dass Sie trotzdem beim BSV Bern Muri zusagten? Manuel Reber: Der Verein hat mich letzte Woche kontaktiert, nachdem klar gewesen war, dass Goran Cvetkovic länger ausfällt und er auf der Suche nach einem Linkshänder war. (Der Serbe erlitt in einem Testspiel einen Kreuzbandriss und fällt für sechs Monate aus, die Red.). Es fanden mehrere Gespräche statt. Die nötigen Kompromisse konnten geschlossen werden, und dann sagte ich zu. Im Frühling verliessen Sie Wacker Thun und begründeten dies damit, verstärkt auf Ihren Beruf als Sanitärplaner zu setzen. Wie ist es möglich, gleichwohl wieder in der NLA zu spielen? Ich habe mit meinem Arbeitgeber noch nicht alles definitiv besprochen. Vielleicht ist es möglich, das Pensum etwas zu reduzieren. Sicher wird mein Beruf aber auch mit dem Engagement beim BSV Bern Muri einen grossen Stellenwert einnehmen. Es wird Situationen geben, in denen die Arbeit wichtiger ist als Handball und ich dann vielleicht einmal in einem Training fehle. Eigentlich wollten Sie für Ihren Stammklub Grauholz in der NLB spielen. Wie schwer ist es Ihnen gefallen, diesen Verein zu verlassen? Als ich angefragt wurde, ob ich zum BSV Bern Muri wechseln wolle, plagte mich schon ein wenig das schlechte Gewissen. Ich wollte bei Grauholz noch einmal mit den Kollegen aus der Juniorenzeit zusammenspielen, und sie haben sich gefreut, mit mir in einem Team zu sein. Die Gespräche zwischen Grauholz, dem BSV und mir verliefen jedoch so, dass ich letztlich ohne schlechte Gefühle wechseln konnte. Sie haben für die ganze Saison zugesagt. War das für Sie sofort klar? Eigentlich schon. Wenn Teamkollegen mit einem Kreuzbandriss ausfielen, dauerte es meist sieben bis acht Monate, bis sie wieder auf ihrem normalen Leistungsniveau angekommen waren. Und dann ist die Saison fast wieder vorbei. Sie sind erst jetzt in das Training beim BSV Bern Muri eingestiegen. Wie fit sind Sie im Vergleich zu den Teamkollegen? Trainiert habe ich bei Grauholz ja auch, wenn auch in geringerem Umfang. Ich stehe nicht extrem schlecht da. Ich denke, dass ich bald auf dem konditionellen Niveau der Teamkollegen angelangt bin.Interview: Reto Pfister>

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