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Hubertus ist zurück im Hühnerhof

tägertschiHappy End für Hubertus: Der ausgebüxte Perlhahn lebt nach fast drei Monaten wieder bei seinen Hühnern.

Fast zwei Monate lang hat sich ein junger Perlhahn, im Garten von Catherine und Anton Kehrli in Tägertschi aufgehalten. Hubertus, wie sie den scheuen Vogel nannten, lebte draussen. Er pickte die Körner, die ihm Kehrlis streuten und nächtigte auf Bäumen. Alle Versuche, ihn einzufangen, scheiterten. Kurz vor seinem Umzug in Nachbars Garten war Hubertus mit zwei Perlhennen auf dem Hof von Silvia und Paul Stähli eingezogen. Das Trio war das Geschenk eines Bekannten. Dessen Perlhenne hatte letzten Sommer in einem Maisfeld gebrütet, in dem Hubertus und seine Geschwister ihre ersten Lebenswochen verbrachten. «Verspürt er deshalb vielleicht einen solchen Freiheitsdrang?», fragt sich Silvia Stähli. Der Güggel büxte jedenfalls aus, kaum war er im Hühnerhof, und liess sich in Kehrlis Garten nieder. Von dort unternahm er Ausflüge in die umliegenden Dörfer, kehrte aber immer wieder zurück. Afrikanische Perlhühner sind gute Läufer und ausdauernde Flieger. Das aussergewöhnliche Verhalten des kälteresistenten Perlhahns machte Schlagzeilen: zuerst auf der Website der Gemeinde Tägertschi, dann in dieser Zeitung. «So viel Medienpräsenz war ihm wohl zu viel», sagt Catherine Kehrli. Denn kurz nach Erscheinen eines Artikels in der BZ verliess Hubertus den winterlichen Garten und liess sich ein paar Häuser weiter nieder. Kehrlis vermissen den exotischen Vogel, der oft auf einem Fenstersims gesessen hat. Mit einem Tuch gefangen Hubertus zeigt ein ausgeprägtes Fluchtverhalten. «Man macht ein paar Schritte auf ihn zu, und schon ist er weg», sagt Bäuerin Silvia Stähli. Selbst der Wildhüter hatte es nicht geschafft, den Vogel einzufangen. Mehr Glück hatte Silvia Stählis Ehemann Paul. In der Dunkelheit schlich er sich an, konnte dabei des Perlhahns weisses Köpfchen erkennen und warf ein Leintuch über ihn. Das klappte. Jetzt ist Hubertus wieder mit seinen zwei Hennen, acht Altsteier-Hühnern mit Hahn und zwei Italiener-Hähnen zusammen. Bei der aktuellen Kälte ist das Federvieh aber am liebsten drinnen. «Nach dem Mittag haben sie eine Weile Auslauf, aber sie bleiben nicht lange draussen», sagt Silvia Stähli. Nach über zwei Monaten zeigt sich der Perlhahn jetzt von seiner häuslichen Seite. Er kümmert sich um seine drei Hennen und zeigt sich gegenüber den andern drei Hähnen auf dem Hof friedfertig. Laura Fehlmann>

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