Zum Hauptinhalt springen

Hoher Ertrag trotz Umbau

Schynige PlatteDie Berner-Oberland-Bahnen können auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken: Mit 13 Millionen Franken wurde der höchste Verkehrsertrag seit der Eröffnung der Zahnradbahn 1893 erreicht.

«Wir haben ein sehr erfreuliches Jahr hinter uns.» Mit diesen Worten begrüsste Günther Galli, Verwaltungspräsident, die Aktionäre an der gestrigen Generalversammlung. Die Berner-Oberland-Bahnen AG hat eine Verkehrsertragssteigerung von 3 Prozent erzielt. Auch die Neueröffnung des Berghotels bezeichnet Galli als einen Freudentag und Höhepunkt in der Geschichte der Schynige-Platte-Bahn. «Das tolle Werk, das wir am Donnerstag fertiggestellt haben, heute einweihen und am Samstag den Gästen übergeben, ist das Resultat eines ausgezeichneten Teamworks.» Aussicht auf BergpanoramaSeit dem 12.April 2010 wurde das Berghotel Schynige Platte umgebaut, und es war auch während der Bauphase durchgehend geöffnet. Trotz des Umbaus konnte die Schynige-Platte-Bahn eine Steigerung des Verkehrsertrags um 1,3 Prozent erreichen. Ein solches Resultat hat man nicht erwartet: «Wir haben für das Jahr 2010 mit einem Frequenz- und Ertragsrückgang von 30 Prozent gerechnet», erklärt Urs Kessler, Vorsitzender der Geschäftsleitung. Neu wurde an der Ostseite ein Neubauteil gebaut, welcher zusätzlich 100 Innenplätze, eine WC-Anlage sowie eine Terrasse mit 160 Plätzen und einem Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau bietet. Ausserdem können sich die Gäste zukünftig im Untergeschoss in einem Selfservicebereich mit 180 weiteren Plätzen verpflegen. Die Kosten dieser Investition belaufen sich auf rund 7,8 Millionen Franken. Der Generalversammlung wurde beantragt, den grössten Teil des Gewinns 2010 für den Bau des Berghauses zu verwenden. Ausserdem sollen die Schynige-Platte-Rücklagen aufgelöst werden. Dieser Antrag wurde von den 99 anwesenden Aktionären einstimmig angenommen. Folgen von Japan unklarIm vergangenen Jahr verzeichnete die Berner-Oberland-Bahn ausserdem eine Steigerung der Gruppenreisenden von über 50 Prozent. Im Vorjahr blieben aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise vor allem Reisende aus Korea aus. Insgesamt konnte ein Jahresgewinn von 739000 Franken erzielt werden, während es im Jahr davor noch 1,2 Millionen Franken waren. Für das Jahr 2011 ist Urs Kessler zuversichtlich, dass der Berner-Oberland-Bahnen AG wieder ein ansprechendes Ergebnis gelingen wird. Wie sich allerdings die Natur- und Atomkatastrophe in Japan auswirken wird, könne man noch nicht abschätzen. Jeanine Salzmann>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch