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Höfen gibt den letzten Platz ab

UnihockeyHöfens Frauen haben in der Mobiliar League auch das zweite Derby in dieser Saison gegen Bern gewonnen. Monika Egli erzielte kurz vor Spielende das 4:3.

Es läuft die vorletzte Spielminute im Derby zwischen Höfen und den Bern Capitals. Das Skore ist mit 3:3 ausgeglichen, Höfens Trainer Markus Mani zieht sich mit seinem Notizblock zurück. Bereitet abseits des Spielgeschehens die Verlängerung vor – und verpasst prompt die Entscheidung im Kellerduell. Nadia Cattaneo lanciert einen Konter, den Monika Egli mit dem 4:3-Siegtreffer für Höfen abschliesst. Glück und Effizienz Drei Tore hatte die routinierte Spielerin vor dem Spiel auf ihrem Konto. Zwei davon hatte die 34-Jährige am 21.Oktober erzielt, als Höfen in Bern die Capitals mit 3:2 niedergerungen hatte und den zweiten Saisonsieg feiern durfte. Damals wurde den Oberländerinnen eine «ungenügende, nervöse Leistung» attestiert, trotzdem reichte es zu den drei wichtigen Punkten. Das Spiel in Wimmis begann ähnlich wie im ersten Derby. Bern war im ersten Drittel ebenbürtig, wenn nicht besser, traf zweimal nur die Torumrandung. Höfen dagegen profitierte von seiner Effizienz im Abschluss. Die erst 18-jährige Valérie Hari markierte auf Zuspiel von Sonja Thöni nach knapp zehn Minuten ihren ersten Treffer in der höchsten nationalen Liga. Höfen führte entgegen dem Spielverlauf mit 1:0, doch es kam noch besser. Die klubinterne Topskorerin Sandra Hadorn erhöhte noch vor der ersten Drittelspause auf 2:0. Die Angst vor dem Sieg Angst, dass seine Frauen nun zu überheblich auftreten würden, hatte Trainer Mani zu diesem Zeitpunkt nicht. «Dieses Selbstvertrauen fehlt uns schlicht», sagt er. Anders ausgedrückt: Mit einer Führung im Rücken kommt das Team ins Grübeln – und kriegt Angst vor dem Sieg. Prompt fiel zu Beginn des Mittelabschnitts der Anschlusstreffer. Claudia Meier, Berns Nummer 23, hatte getroffen, nach 23 Minuten und 23 Sekunden. Ein gutes oder schlechtes Omen? Vorerst konnte Höfen perfekt reagieren. Nur 55 Sekunden später stellte Cattaneo nach genialem Zuspiel von Egli den Zweitorevorsprung wieder her. Die Gäste machten nun aber richtig Dampf. Meier und Christelle Wohlhauser scheiterten noch, ehe es Fabienne Walther besser machte. Sie traf nach einem Freistoss zuerst zum Anschlusstreffer und keine zwei Minuten später nach einem Fehler in Höfens Spielaufbau zum Ausgleich – im neunten Saisonspiel Walthers Skorerpunkte Nummer 17 und 18. Wenn man bedenkt, dass die Hauptstädterinnen in dieser Saison bislang 32 Tore erzielt haben, ein eindrücklicher Wert. Keine Steigerung, aber Das Spiel drohte nun komplett zu kippen. Was Trainer Mani aber Mut machte: «Wir hatten in den ersten zwei Drittel sicher nicht unser bestes Unihockey gezeigt, ich wusste also, dass wir noch zulegen können.» Das habe man dann zwar nicht unbedingt getan, fügte er schmunzelnd an, doch dies konnte ihm nach dem Spiel egal sein. Monika Egli, die mit Höfen schon Dutzende Kellerduelle absolviert hat, spielte ihre Erfahrung aus und besiegte nicht nur Bern, sondern auch die Angst vor dem Siegen. Wohl eher Angst vor einer hohen Niederlage dürften die Frauen des UHC Höfen nach der Heim-WM am 18.Dezember haben. Dann gastiert in Spiez der noch ungeschlagene Spitzenreiter Piranha Chur. Auch im Vorjahr bestritt Höfen das letzte Spiel des Jahres in Spiez, auch damals am 18.Dezember, und auch damals hiess der Gegner Piranha Chur. Das Ergebnis? Höfen setzte sich in der Verlängerung mit 5:4 durch und fügte den Bündnerinnen die erste und einzige Saisonniederlage zu. Wird Chur nach Bern zum nächsten Lieblingsgegner?Raphael HadornTelegramm/Rangliste Seite 24>

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