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Hinter der Schafzucht steckt oft monatelange Arbeit

ZweisimmenDie Missen der perfekten Rassenvertreter

Fast 80 Berner, Walliser und Freiburger Schafzüchter präsentierten am Wochenende in Zweisimmen ihre Zuchterfolge. Kräftige Widder und prächtige Mutterschafe der drei Rassen Weisses Alpenschaf (WAS), Braunköpfiges Fleischschaf (BFS) und Schwarzbraunes Bergschaf (SBS) wurden in der Zweisimmer Markthalle bewertet, bewundert und bestaunt. Die dreiköpfige Oberjury um Präsident Duosch Städler aus Zernez GR beurteilte mit den sieben Abteilungsexperten die Ausstrahlung und das Fundament der Gliedmassen und gab den Tieren auch Punkte für ein ausgeglichenes Wollkleid. In vielen Fällten steckt monatelange Arbeit der Schafzüchter dahinter, um in einer der bis 26 Rassenkategorien umfassenden Einteilung zu einer optimalen Punktezahl zu gelangen. Alle Rassen auf hohem Niveau Arthur Kauer aus Oberwil übernahm zum Jahresbeginn von Toni Hählen, Lenk, den Vorsitz der Marktkommission. Hählen bekleidete das Amt während zwanzig Jahren. Am Sonntag durfte Kauer als Ausstellungspräsident die zahlreichen Ehrengäste aus Schafzuchtverbänden und aus der Politik begrüssen. Mit Züchterstolz wurden die Rassenköniginnen und Widder, die schönsten Kollektionen ganzer Schaffamilien und die Zuchtpaare der Jungzüchter nochmals aufgeführt und gezeigt. Kauer, selbst interkantonaler Schaurichter, stellte dem Expertenteam ein gutes Zeugnis aus: «Alle Experten haben ihr Handwerk verstanden. Bei rund 650 aufgeführten Tieren ein einziger Rekurs – der durch die Oberjury begründet abgelehnt wurde –, das ist auch eine Meisterleistung.» Kauer zählte auf seine guten Leute in der Organisation und widmete sich den Züchtern und den Beziehungen zu den Verbandsspitzen. Schafwolle ein Naturprodukt Dem Minergiestandard in der Baubranche sei Dank. Dazu der Oberwiler Schafzüchter Kauer: «Schafwolle wird mehr und mehr als wertvolles Isolationsmaterial verwendet. Die Nachfrage ist gross, und demnach sind auch Preise für das Naturprodukt steigend.» Die Schafwolle wird in Belgien gereinigt, sagte der Oberwiler Kauer weiter, man habe es zu guten Zeiten in der Schweiz versäumt, für solche Verwendungszwecke zu investieren. Fritz Leuzinger>

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