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Hightech und Eisen aus der Esse

RiedbachFütterungsanlagen für die Landwirtschaft, Maschinen für Gemüsebauern und spezielle Grills. Das fabriziert Toni Hadorn in Riedbach.

Wer in der Werkstatt von Toni Hadorn in Riedbach steht, wähnt sich im vorvorderen Jahrhundert. Ein alter Amboss steht da auf einem noch älteren Pflock neben der Esse, Hämmer und Werkzeug hängen an den Wänden, Eisenstäbe, und an einer Mauer sind Eisenringe, an denen vormals Pferde angebunden wurden. «Das war früher die Schmitte, mein Vater hat hier noch Pferde beschlagen», erzählt Toni Hadorn. Diese Zeiten aber sind vorbei. Hadorn entwickelt in seinem Viermannbetrieb Spezialmaschinen und Geräte unter anderem für die Landwirtschaft und die Lebensmittelindustrie. Etwa eine Maschine namens PF600, die Stroh zerkleinert und dieses direkt in die Boxen bläst. Oder Förderschnecken, die eine gasdichte Siloentnahme gewährleisten. Oder eine Maschine, die Maiskörner quetschen, bevor sie den Kühen verfüttert werden. Und eine, die bei der Ananas die faserige Blütenstandsachse im Zentrum der Frucht herausstanzt. «Für die Seeländer Gemüseproduzenten habe ich auch eine spezielle Rüstmaschine entwickelt», erzählt Toni Hadorn. «Bei uns gibt es (fast) keine Grenzen.» In Italien werde eine von ihm erfundene Maschine zum industriellen Waschen von Salaten produziert. Patentiert habe er dieses Ding wie auch seine anderen Erfindungen nicht. «Ich bin stolz, wenn etwas, das ich erfunden habe, serienmässig produziert wird», sagt der 52-jährige Tüftler. Ideen beim Spaziergang Einige seiner Geräte und grosse Maschinen lässt er in Kanada nach seinen Plänen bauen. Dort hat er ein Jahr lang gelebt, und nach Kanada fährt er immer noch regelmässig jedes Jahr. Die Ideen für seine Erfindungen kämen ihm im Wald, während der Spaziergänge mit seinen Hunden, erzählt er. Auch sind es Landwirte, die mit einem Wunsch für irgendeine Spezialmaschine an ihn gelangen. «Wir liefern dann die Ideen und schliesslich die Maschine», sagt Toni Hadorn. Aus Riedbach kommen aber nicht nur Hightech-Geräte. Hadorn fabriziert unter anderem auch spezielle Feuerroste, Spezialgrills etwa für Spanferkel. Oder Gewichte für Turm- und Standuhren. Wenn es um solche Schmiedearbeiten gehe, könne er von seinem Vater noch viel lernen, meint er. Hansruedi Hadorn, der 79-jährige Senior, steht auch heute noch regelmässig in der Schmitte. Urs Wüthrich >

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