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Herr Wermuth, haben Sie Kinder?

Ausgabe vom 30. Oktober «900 Arbeitsplätze bei der Ruag sind gefährdet» Die Berichterstattung über die Initiative gegen Kriegsmaterialexporte ist einseitig. Auf die Auswirkungen von Kriegsmaterialexporten wird nicht eingegangen. Ausgeklammert wird auch die besondere Übergangsbestimmung, die vorsieht, dass der Bund innert 10 Jahren den betroffenen Regionen und Betrieben hilft, auf zivile Güter umzustellen. Kein Arbeitsplatz würde wegen Annahme der Initiative verloren gehen! Stellenabbau droht von der Armee selber. Es ist anzunehmen, dass bei einer weiteren Verkleinerung der Truppen die Bedürfnisse nach Rüstungsgütern weiter zurückgeht. Die Initiative offeriert mit der erwähnten Übergangsbestimmung eine einmalige Chance, die Rüstungsarbeitsplätze frühzeitig in intelligente, zukunftsgerichtete Umweltproduktionsbetriebe umzustrukturieren. Thomas MüllerThun Ausbildungsplätze gehen verloren Was bedeuten eigentlich die Buchstaben GSoA? Bedeutet dies eine «Gruppe für eine Schweiz ohne Arbeit» oder sogar etwa «Gruppe für eine Schweiz ohne Ausbildungsplätze»? Ich vermute, dass diese Frage äusserst ungeschickt wirkt, aber viele Wahrheiten enthält. Die Exportverbots-Initiative vernichtet nicht nur tausende von Arbeitsplätzen, sondern zusätzlich hunderte von Ausbildungsplätzen. Ausbildungsplätze, welche durch gar nichts ersetzt werden können, weil die Geschäfte ihre Produktion in andere Länder verlegen. Was hat die Exportverbots-Initiative der Gruppe Schweiz ohne Armee mit der Ausbildung, zum Beispiel für das Berner Oberland, zu tun? Die Zahlen der Ausbildungsplätze pro Lehrjahr im Berner Oberland, welche die Rüstungsbetriebe RUAG Ammotec AG, RUAG Aerospace AG, RUAG Land Systems AG und Logistikzentrum Unterbach zur Verfügung stellen, zeigen auf, welch verheerende Folgen eine Annahme der Exportverbots-Initiative für den Lehrstellenmarkt in diesem Gebiet hätte. Am Beispiel des Polymechanikers, des Automatikers und des Elektronikers möchte ich aufzeigen, wie hoch der Anteil der Lernenden in den genannten Rüstungsbetrieben im Berner Oberland ist: 15 Prozent der Automatiker-, 28 Prozent der Polymechaniker- und 61 Prozent der Elektronikerlehrstellen werden durch die genannten Rüstungsbetriebe zur Verfügung gestellt. Diese Ausbildungsplätze sind bei einer Annahme der Initiative durch das Schweizer Stimmvolk gefährdet und gehen grösstenteils verloren. Zusätzlich ist für alle Zulieferer der genannten Rüstungsbetriebe ein Abbau der Ausbildungsplätze eine nachvollziehende Folge dieser Exportverbots-Initiative. Können wir uns den Abbau dieser Ausbildungsplätze leisten? Gerade in der heutigen, schwierigen Zeit hat sich gezeigt, dass es die Wehrtechnikindustrie ist, welche die nötige Weitsicht hat und ihre Ausbildungsplätze auch in rezessiven Zeiten nicht abbaut. Helft uns mit einem Nein zur Exportverbots-Initiative, die Ausbildungsplätze im Berner Oberland und in der ganzen Schweiz zu erhalten. Ich hoffe, dass auch die jungen Stimmberechtigten an die Urne gehen und dem Aufruf der JuSo, mit ihrer diffamierenden Plakatwerbung (blutige Hände und Bundesrätin Doris Leuthardt) nicht Folge leisten. Jürg SchmitterBerufsbilder Steffisburg>

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