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Handfestes Theater

SaisonvorschauPopuläre Titel, zwei «Uraufführungen» und ein Wiedersehen mit Uwe Schönbeck: Das Theater an

Stolz wie jedes Jahr zogen die Betreiber des Effinger-Theaters gestern Bilanz und blickten nach vorne auf die kommende Spielzeit. Trotz interner Probleme wegen krankheitsbedingter Ausfälle habe sich die Bühne behaupten können, sagte Theaterleiter Erich Gosteli. «Per Ende April haben wir einen Vorsprung von 900 Zuschauern gegenüber dem Vorjahr.» Damit dürfte der letztjährige Rekord von 31800 Besuchern noch einmal übertroffen werden. «Die Zahlen zeigen, dass es uns braucht in der Berner Theaterlandschaft», folgert Gosteli. Ebenfalls stolz ist der Theaterleiter auf den Dokfilm, der dieses Jahr über das Theater an der Effingerstrasse gedreht wird. Das Werk des Berner Regisseurs Hannes Stark soll im Herbst 2012 veröffentlicht werden. Klassiker und Adaptionen Auch in der kommenden Saison präsentiert sich das Haus als Hort des handfesten Theaters. Bekannte Titel stehen auf dem Programm, darunter «Tod eines Handlungsreisenden» von Arthur Miller, inszeniert vom österreichischen Regisseur Alexander Kratzer (Premiere: April 2012). Gleich zu Beginn der Saison gibts ein Wiedersehen mit Uwe Schönbeck: Der Publikumsliebling präsentiert sich in Patrick Süskinds Klassiker «Der Kontrabass». Das Einpersonenstück wird vom Effinger-Theater nach 12 Jahren wieder aus der Schublade geholt und von Stefan Suske inszeniert (Ende August 2011). Auch ein Beitrag zum Max-Frisch-Jahr fehlt nicht: Anfang Oktober steht als «Uraufführung» eine neue Bühnenversion des Romanklassikers «Homo Faber» auf dem Programm. In die Rolle des Walter Faber schlüpft der Berner Schauspieler Frank Demenga, Regie führt der Schauspieler Gilles Tschudi («Lüthi und Blanc», «Grounding»). Mit «Gut gegen Nordwind» bringt der Hausregisseur Markus Keller zudem eine Fassung des gleichnamigen Bestseller-Romans von Daniel Glattauer auf die Bühne, die bereits vielerorts für volle Häuser gesorgt hat (November 2011). «Schlachtfeld Familie» Zu den Perlen im Programm gehört «Der Ball» von Irène Némirovsky: Die Novelle der französisch-russischen Autorin, die 1942 als Jüdin in Auschwitz ermordet wurde, schildert ein Eifersuchtsdrama in der feinen Pariser Gesellschaft der 1920er-Jahre und wurde erst vor wenigen Jahren wiederentdeckt (März 2012). Viel versprechend ist auch «Angst essen Seele auf»: Der Film von 1974 zählt zu den Schlüsselwerken von Rainer Werner Fassbinder. Stefan Meier bringt zum Abschluss der Saison die 1995 uraufgeführte Theaterfassung auf die Bühne (Juni 2012). Schwarzen Humor versprechen dagegen «Weniger 2» von Samuel Benchetrit – eine Komödie über zwei krebskranke Herren, die aus dem Spital fliehen – und «37 Ansichtskarten» von Michael McKeever: Das Stück wird als Komödie über eine «ziemlich durchgeknallte Familie» angekündigt (Dezember 2011). Das «Schlachtfeld Familie» ist im Übrigen auch Thema des Jugendstücks «Holger, Hanna und der kranke Rest» von Jan Demuth, das ab Januar 2012 zu sehen ist. Oliver Meier>

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