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Guttenbergs tiefer Fall

Plagiat-AffäreDer deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist von seinen politischen Ämtern zurückgetreten.

Zwei Wochen nach Bekanntwerden der Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit hat der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg die politischen Konsequenzen gezogen. Der Rücktritt von allen politischen Ämtern sei der «schmerzlichste Schritt» seines Lebens, sagte er gestern. Er wolle «nicht zum Selbstverteidigungsminister» werden, zog der in Umfragen beliebteste Politiker Deutschlands die Konsequenzen. Die Aufmerksamkeit habe sich weg von den in Afghanistan verwundeten und getöteten Bundeswehrsoldaten verlagert. «Wenn es auf dem Rücken der Soldaten nur noch um meine Person gehen soll, kann ich das nicht mehr verantworten», sagte der CSU-Minister vor den Medien in Berlin. Hintergrund ist die massive Kritik aus der Wissenschaft, der Koalition und der Opposition, weil Guttenberg Teile seiner Doktorarbeit abgeschrieben haben soll. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich ebenso wie der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer überrascht über Guttenbergs Schritt. Merkel sagte, sie habe das Entlassungsgesuch «schweren Herzens» angenommen. Bis zur Ernennung eines Nachfolgers bleibe Guttenberg geschäftsführend im Amt. Wenn die CSU erneut das Ressort besetzen wolle, könne sie dies tun.sdaSeite 16>

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