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Grundstückverkauf

Der Grosse Gemeinderat hat die Vorlage für den Verkauf

Auf die GGR-Sitzung vom Dienstag hatte der Gemeinderat eine Ermächtigung vom Gemeindeparlament beantragt, eine 5625 Quadratmeter grosse Gewerbeparzelle im Mittleren Moos zu einem Mindestpreis von 220 Franken pro Quadratmeter zuzüglich Erschliessungskosten zu verkaufen. Wie Gemeinderat Philippe Ritschard (FDP) erläuterte, wurde für handwerkliche Gewerbe Interesse an der Parzelle angemeldet, und eine Vollmacht würde die Verhandlungen erleichtern, weil Interessenten während der Verhandlungen oft Diskretion wünschten. Den Ertrag von mindestens 1,25 Millionen Franken könne die Gemeinde für dringende Projekte wie den Werkhofneubau brauchen. Franz Christ (SVP) beantragte die Rückweisung des Geschäfts. Da die Landreserven der Gemeinde schrumpfen, solle der Gemeinderat prüfen, ob das Land nicht im Baurecht abgegeben werden könne. Zudem würde eine Abgabe im Baurecht das Feld auch für junge, weniger finanzkräftige Unternehmer aus der Region öffnen, meinte Heinz Burkhard (SVP). Und auch Silvan Stähli warnte namens der SP und Grünen davor, das «Tafelsilber» der Gemeinde zu verscherbeln. Philippe Ritschard erklärte, mit gut 100000 Quadratmetern Gewerbezone verfüge Interlaken auch nach einem Verkauf der Parzelle über genug Tafelsilber. Für die Förderung von Jungunternehmern gebe es andere Instrumente. Und eine Abgabe im Baurecht habe der Gemeinderat geprüft, sich aber dagegen entschieden, weil ein Bau, der auf ein bestimmtes Gewerbe ausgerichtet ist, anders als etwa ein Wohnhaus im Falle eines Heimfalls eher eine Last für die Gemeinde wäre. Dieses Argument unterstützte Christoph Betschart (FDP), der aber vom Gemeinderat eine längerfristige Strategie für den nachhaltigen Umgang mit den gemeindeeigenen Landreserven wünschte. Der GGR wies das Geschäft mit 14 gegen 10 Stimmen an den Gemeinderat zurück. shu>

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