Zum Hauptinhalt springen

Grüne setzen weiterhin auf den Fukushima-Effekt

WahlenDie Grünen Kanton Bern haben – trotz neuer Konkurrenz – ein ambitioniertes Ziel: Im Nationalrat streben sie einen vierten Sitz an.

Aus ökologischer Perspektive bedeute der Wahlsonntag vom 23.Oktober «eine Weichenstellung von epochaler Dimension», sagte Blaise Kropf gestern vor den Medien. Mit diesen grossen Worten lancierte der Präsident die Wahlkampagne der Grünen Kanton Bern. Der Atomausstieg sei noch nicht gewonnen, es brauche eine Stärkung der «glaubwürdigsten energiepolitischen Partei», damit der Ausstieg auch wirklich gelinge. Nationalrätin Franziska Teuscher doppelte nach: Im Bundeshaus würden die Stimmen jener, «die den Ausstieg aus dem Atomausstieg wollen», bereits wieder lauter. Ambitioniertes Ziel Ziel der Grünen im Kanton Bern ist es, bei den Nationalratswahlen einen vierten Sitz zu gewinnen. Dies visieren sie mit den Bisherigen Franziska Teuscher und Alec von Graffenried an. Grosse Hoffnung setzen sie zudem in ihre Fraktionschefin im Grossen Rat, Christine Häsler, und die Berner Gemeinderätin Regula Rytz. Von Graffenried soll zudem dafür sorgen, dass die Berner Grünen «endlich in den Ständerat einziehen» können. Dieser präsentierte sich gestern als lösungsorientierten Politiker. Und als Vertreter einer Partei, die nicht gehört worden sei, als sie die Probleme um das Schweizer Bankgeheimnis und die Kernenergie benannt habe. Nicht als Resultat einer klaren Strategie, sondern «allein durch Druck oder Ereignisse von aussen» sei die Schweiz in diesen Bereichen nun einen entscheidenden Schritt weitergekommen. Von Graffenried warnte «vor weiteren absehbaren Desastern». Gerade in Bezug auf das Verhältnis zur EU leide die offizielle Politik «unter Realitätsverlust». Er meinte: «Eine handfeste Währungskrise ist der Preis für den Alleingang der Schweiz.» Fukushima-EffektDen Grünen ist bewusst, dass sie sich ein ambitioniertes Wahlziel gesteckt haben. Gerade die neue Konkurrenz vonseiten der Grünliberalen bedeute eine «grosse Herausforderung», sagte Blaise Kropf. Aber er glaubt, «was in der Welt passiert ist, hat bei vielen Wählern zu einem mentalen Wechsel geführt». Dass der Fukushima-Effekt bereits verpufft sei, glaubt auch Franziska Teuscher nicht. Zu einer allfälligen Bundesratskandidatur von Bernhard Pulver äusserte sich Kropf gestern nicht. Zuerst müsse die Partei bei den Parlamentswah-len reüssieren. Dafür spannt sie auch mit den Jungen Grünen zusammen. Für ihre Wahlkampagne stehen den Grünen im Kanton Bern insgesamt 145000 Franken zur Verfügung.Susanne Graf>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch