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Grosser Rat streicht Schullektionen und spart damit 10 Millionen ein

Ab August 2012 wird an der Primarschule eine Lektion pro Woche gestrichen: Betroffen sind die Fächer Natur-Mensch-Mitwelt und Gestalten. 10 Millionen Franken können jährlich eingespart werden.

Mit dem Ziel vor Augen, das umstrittene Budget 2012 des Kantons Bern nicht noch weiter zu belasten, lehnte der Grosse Rat gestern fast alle Begehren der Parteien ab. Nicht einmal bei der Volksschule machte das Parlament Ausnahmen. Vergeblich plädierten Roland Näf (SP, Muri) und Daniel Steiner (EVP, Langenthal) dafür, auf eine Reduktion der Lektionenzahl in der Volksschule sei zu verzichten. Steiner schlug vor, an der Lektionenzahl nicht zu rütteln, jedoch beim Unterhalt der Kantonsstrassen Abstriche zu machen. So resultierten trotz Verzicht auf die Pensenreduktion keine Mehrkosten. Der Regierungsrat hatte vorgeschlagen, im 5. und 6.Schuljahr je eine von sieben Lektionen NMM (Natur-Mensch-Mitwelt) pro Woche zu streichen, ebenso im 2. bis 4.Jahr je eine Lektion Gestalten, womit drei (2.Schuljahr) respektive vier übrig bleiben. Jährliches Einsparpotenzial: 10 Millionen Franken. «Lektionen abbauen ist nicht schlau», kritisierte Corinne Schärer (Grüne, Bern). Für die Anträge von SP und EVP legte sich auch CVP/GLP-Sprecher Daniel Kast (Bern) ins Zeug. Es sei falsch, wenn immer nur die theoretischen Fächer gepusht würden. Kritik ebenso von der SVP: «Es ist schlecht nachvollziehbar, dass der Regierungsrat beim Grundangebot einsparen will», monierte Martin Schlup (Schüpfen). Trotzdem lehnte die SVP die Anträge von SP und EVP ab. Gleiches tat auch Finanzdirektorin Beatrice Simon (BDP). Sie verteidigte den Lektionenabbau, denn um Kosten einzusparen, hätten einzig noch die Lehrerlöhne gesenkt oder die Klassen vergrössert werden können. Beides kam für die Regierung nicht infrage. Drei Motionen, die ebenfalls den Lektionenabbau zum Inhalt haben, wird der Grosse Rat heute beraten. ue>

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