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Grab für Engelskinder enthüllt

KönizAuch Kinder, die vor der 23.Schwangerschaftswoche tot zur Welt kommen, können nun auf dem Friedhof bestattet werden. Die Mütter und Väter können das Namensschild sogar zügeln.

Zweimal pro Tag wird in der Schweiz ein Elternpaar mit dem Tod des Kindes vor oder kurz nach der Geburt konfrontiert. Diese Statistik stammt von der Gemeinde Köniz, die gestern ein Grab für die sogenannten Engelskinder eingeweiht hat. Einen Ort, an dem das Traurigsein zugelassen werden kann, sei für die betroffenen Eltern, Geschwister und Familien von grosser Bedeutung. Bisher konnten in Köniz nur verurkundete Totgeburten (ab der 23.Schwangerschaftswoche) bestattet werden. Die Skulptur auf dem neuen Gemeinschaftsgrab für Kinder hat der einheimische Künstler Bernhard Gerber geschaffen. Sie ist einem Feld von geneigten Grashalmen nachempfunden. Eltern können den Namen ihres Kindes auf einem der 58 Blätter, die zur Skulptur gehören, festhalten. Wenn die Eltern wegziehen, können sie das Blatt gegen einen Unkostenbeitrag sogar mitnehmen. Emotionales Thema für Politik Zwar hat die zuständige Direktion von Rita Haudenschild (Grüne) die Idee des Grabes für Engelskinder seit Jahren verfolgt. Auslöser für die rasche Umsetzung war aber ein im letzten Jahr gutgeheissenes Postulat. Es sei schwierig gewesen, ein solch emotionales Thema in einen nüchternen politischen Vorstoss zu packen, sagte Verfasserin Annemarie Berlinger gegenüber dieser Zeitung. Die SP-Frau ist Mutter von drei Töchtern. Eine Änderung gibts auch beim Gemeinschaftsgrab für Erwachsene. Dieses war bis letztes Jahr namenlos. Das störte viele Angehörige, wie die Gemeinde Köniz gestern mitteilt. Jetzt können sie den Namen eines Verstorbenen auf einem Schild eingravieren lassen. kle/pd>

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