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«Gigathlon passt in die Region»

Das Engagement der Thuner Behörden hat sich gelohnt. Der Gigathlon 2010 macht Halt in Thun. Das bringt Geld und Ansehen.

«Kommt der Gigathlon nach Thun?», spekulierte diese Zeitung in ihrer Ausgabe vom 14. Oktober. Seit gestern ist es definitiv. Der grösste Sportanlass der Schweiz macht nächstes Jahr Halt in Thun. Mit den wohlformulierten Worten «Das Gravitationszentrum des Gigathlons 2010 liegt in Thun», liess Corsin Caluori, Projektleiter bei Swiss Olympic, am gestrigen Kickoff-Event im Schloss Schadau die Katze aus dem Sack. Die Umlaufbahn – die Gesamtstrecke, die an den zwei Tagen zurückgelegt wird – betrage 431 Kilometer. «Die sportliche Abenteuerreise», wie Caluori den Gigathlon charakterisierte, führt die 4700 Sportler am ersten Wettkampftag in den Osten von Thun, am zweiten in den Westen (der Streckenplan aller Disziplinen findet sich auf Seite 13). Sport ersetzt Wirtschaft Der Thuner Gemeinderat hatte sich im Vorfeld stark um die Austragung des Gigathlons im nächsten Jahr bemüht. Einerseits als Ersatz für den Wirtschaftsfaktor Swiss Economic Forum, welches wegen dem Umbau des Schadausaals temporär umziehen muss, und andererseits, «weil Thun eine Sportstadt ist», wie Gemeinderätin Ursula Haller (BDP) gestern bekräftigte. 150 Vereine seien in Thun ansässig, diese Zahl spreche für sich. Dass der Gigathlon nicht nur ein Spitzensport-, sondern auch ein Breitensportanlass sei, habe den Gemeinderat in seinem Bestreben unterstützt, den Event in die Region zu holen. Grosse Unterstützung erfuhr der Gemeinderat durch den Thuner Chef des Amtes für Bildung und Sport, Frank Heinzmann. Der ehemalige Spitzenhandballer von Wacker Thun findet, «dass der Gigathlon einfach in unsere Region passt». Er sei deshalb bereits bei der ersten Kontaktaufnahme von Swiss Olympic, dem Dachverband des Schweizer Sports und Organisators des Gigathlons «Feuer und Flamme» gewesen. Die Visitenkarte, die Thun abgeben könne, sei unbezahlbar. Offene Türen rannten die Organisatoren auch beim Waffenplatz ein, wo das Athletendorf mit 2400 Igluzelten entstehen wird. «Wir mussten abklären, ob der Sportanlass die Ausbildung der Rekruten tangiert», sagt der stellvertretende Waffenplatz-Kommandant Jürg Burkhart. «Als klar war, dass dies nicht der Fall ist, gaben wir unser Einverständnis. Bei einer guten Sache sind wir immer gerne dabei.» «Kein taufrisches Häsli» Der designierte OK-Präsident ist in Thuner Sportkreisen kein Unbekannter. Der langjährige Chef des Thuner Sportamts, Heinz Hostettler, lässt für die Aufgabe sogar seinen Ruhestand Ruhestand sein. «Ich will mithelfen, einen tollen Anlass zu organisieren. Und beweisen, dass ich noch nicht zum alten Eisen gehöre.» Bevor einige Gigathleten in die 11 Grad kalten Fluten des Thunersees stiegen, sorgte Gemeinderätin Ursula Haller für den Lacher des Nachmittages. Auf die Frage, ob sie nächstes Jahr als Teilnehmerin an den Start geht, schüttelte sie den Kopf. «Ich bin kein taufrisches Häsli mehr.» Zudem wolle sie nicht als älteste Teilnehmerin in die Annalen eingehen. Roger Probst Lesen Sie mehr zum Thema Gigathlon auf Seite 13.>

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