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Gesucht: der beste Mechaniker

Aarberg16 junge Männer messen sich am Nationalen Berufswettbewerb der Mechanikerberufe. Sie hantieren an Nockenwellen und an Sensoren. Dabei ist auch der Ochlenberger Mathias Flückiger.

Mathias Flückiger wirkt angespannt. Der Baumaschinenmechaniker aus Ochlenberg bei Thörigen versucht, die Nockenwelle eines Traktormotors einzustellen. Kein leichtes Unterfangen in 25 Minuten und unter den Augen eines Experten. Im Bildungszentrum der Schweizerischen Metall-Union in Aarberg stehen 16 junge Männer im Einsatz. Die Teilnehmer des Nationalen Berufswettbewerbs stammen aus der ganzen Schweiz. Sie waren 2010 die Besten der Lehrabschlussprüfung ihrer Region. An zwei Tagen lösen sie nun Aufgaben, die sie als Landmaschinen- oder Baumaschinenmechaniker beherrschen müssen. Die Gewinner dürfen an der europäischen Ausscheidung teilnehmen. Die meisten Aufgaben, welche die Teilnehmer lösen müssen, sind in der vorgegebenen Zeit nicht zu schaffen. «Das machen wir bewusst so», erklärt Stefan Egger, Projektleiter des Wettbewerbs. So sind die Resultate besser zu beurteilen. Die Mechanikerberufe seien heutzutage sehr anspruchsvoll, so Egger. «Es geht nicht darum, ein Güllenfass zu schweissen. Bau- und Landmaschinen und Motorgeräte sind vollgepackt mit Elektronik.» Wie gut ist der Motor noch im Schuss? Mathias Flückiger muss die Frage mit einem Druckverlusttest beantworten. «Das fordert das Gehirn», sagt er 22-Jährige. Aber: «Ich bin ruhiger als an der Lehrabschlussprüfung. Damals konnte ich durchfallen, hier gehts einzig um die Rangierung.» Mit Wettbewerben kennt sich Flückiger aus. Denn er ist nicht nur beruflich Spitze, sondern auch sportlich. Der Bauernsohn gehört zusammen mit seinem Bruder Lukas zur Mountainbike-Weltspitze. Er ist U-23-Welt- und Europameister und fährt bei der Elite in die vordersten Ränge. «Im Rennen ist es ganz anders, es braucht die Anspannung. Hier muss man ruhig bleiben», vergleicht Flückiger. Experte Walter Aebischer stellt bei den Berufsleuten einen Wandel fest. Prüfen und einstellen per Messgerät und Computer sei für die Jungen kein Problem. «Aber mechanisch etwas genau und rasch anzupassen wie die Spur von Traktorrädern oder die Messer einer Mähmaschine, das geht meist weniger gut als früher.» Doch in Aarberg steht nur an der Spitze, wer auch das kann.Herbert Rentsch>

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