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Gesucht: Barbetreiber

MarziliKriegt auch Bern eine Badi-Lounge? Der Gemeinderat sagt zähneknirschend

Eigentlich ist der Gemeinderat ja dagegen, dass künftig an lauen Sommerabenden «ein Hauch von Côte d’Azur» durchs Marzili weht. Per Vorstoss hatte CVP-Stadtrat Henri-Charles Beuchat bereits 2009 gefordert, dass die Stadt an der Aare eine Badi-Lounge möglich macht. Als Vorbild dienten jene vier Stadtzürcher Badeanlagen, welche abends zu In-Treffpunkten mutieren. Doch, wie gesagt, der Gemeinderat fands keine gute Idee: Das Marziliquartier sei als Ausgehmeile bereits überstrapaziert. Der Stadtrat sah die Sache entspannter und erklärte Beuchats Postulat im Herbst 2009 fast einhellig für erheblich. Obschon das Postulat nicht bindend ist, konnte der Gemeinderat den Willen der gewählten Volksvertreter kaum ignorieren: In seinem Bericht vom September 2010 willigte er für 2011 in einen versuchsweisen Loungebetrieb im Männerbad des Marzili ein. Ende gut, alles gut für die Lounge-Promoter? Leider nein: Wie «Der Bund» gestern berichtete, hat das Sportamt bislang keinen privaten Betreiber für diese Lounge gefunden. Liest man den Bericht des Gemeinderats näher, wird auch rasch klar, wieso: Die Auflagen sind restriktiv und zahlreich. So müsste der Lounge-Bereich von der Badeanlage abgetrennt werden. Bezahlen müsste dies, ebenso wie die Sicherheitskosten, der Betreiber. Damit die Rechnung aufgeht, müsste man Geld verdienen können mit dem Barbetrieb. Doch das scheint schwierig: Die Lounge dürfte nur von Donnerstag bis Freitag, und dann auch bloss je von 20 bis 23 Uhr, geöffnet sein. Also im besten Fall neun Stunden pro Woche – gesetzt den unrealistischen Fall, es ist immer schönes Wetter. Als wärs nicht bereits der abschreckenden Unbill genug, ist die Frage noch offen, ob das generelle Alkoholverbot in den städtischen Bädern umschifft werden kann.azu>

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