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Gesicht verloren

renÉ e. gygax

Rein sachlich betrachtet ist der Entscheid der SEF-Gründer, das Forum nach Interlaken zu verlegen, nachvollziehbar. Die beiden Trümpfe grösserer Saal (in einem Raum) und das massiv bessere Hotelangebot stachen Thun brutal aus. Darum darf man über Peter Stähli und Stefan Linder auch aus Thuner Sicht nicht den Stab brechen. Trotzdem haben das Swiss Economic Forum und seine Väter ein Stück weit das Gesicht verloren. Das Gesicht des SEF in Thun bestand aus seiner Einmaligkeit und seinem Charme, hervorgegangen aus einer Jungunternehmer-Initiative, wie sie das SEF gerne propagiert. Jetzt mutiert der Anlass definitiv zu einem Mega-Treffen der Wirtschaftsbosse, wie es viele gibt. In Thun lebte das SEF von seiner Einzigartigkeit, in Interlaken wird es ein Grossanlass mehr unter anderen sein. Das Positive ist, dass das SEF dem Berner Oberland erhalten bleibt und nicht nach Zürich, Luzern oder Basel abwandert. Das schlechte Gewissen gegenüber Thun ist den SEF-Gründern ins Gesicht geschrieben. Denn für Thun ist der Entscheid eine schallende Ohrfeige. Thun muss jetzt für sein 24 Mio teures KKThun ein neues Zugpferd finden. Vielleicht gewinnt Thun mit einem Start-up im KKT ja mal einen Jungunternehmerpreis am SEF in Interlaken... re.gygax@bom.ch>

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