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Gemeinderat ist «schwer enttäuscht»

Elf Jahre lang hat Thun das Swiss Economic Forum unterstützt. Entsprechend gross ist die Enttäuschung beim Gemeinderat.

Jetzt steht es fest: Das Swiss Economic Forum (SEF) kehrt Thun den Rücken und findet in den nächsten drei Jahren in Interlaken statt (siehe Bericht rechts). Dieser Entscheid «enttäuscht den Thuner Gemeinderat schwer», wie er gestern in einem Communiqué verlauten liess. Seit 1999 engagierte sich die Stadt Thun finanziell und in der Form von Gratisdienstleistungen für die Durchführung des SEF in Thun. Auch ist das SEF einer der wichtigsten Gründe, dass der Schadausaal gegenwärtig zum Kongress- und Kulturzentrum Thun (KKThun) ausgebaut und modernisiert wird, hält der Gemeinderat weiter fest. 2007 hatten die Thuner Stimmberechtigten einem Kredit von 19 Millionen Franken zugestimmt. Stadtrat stand hinter SEF Erst am 2.Juni erhöhte der Stadtrat den Gesamtkredit auf 24 Millionen Franken, um – nebst dem früher beschlossenen Ausgleich der Teuerung von 2,4 Millionen Franken – unter anderem eine vor allem vom SEF geforderte Klimaanlage und eine verbesserte Saaltechnik zu ermöglichen. Der Stadtrat beschloss zudem einstimmig für weitere drei Jahre eine jährliche Unterstützung des Topanlasses mit nationaler und internationaler Ausstrahlung. Und nun gebe das SEF bekannt, Thun zu verlassen und den Anlass künftig in Interlaken durchzuführen. «Damit erweisen sich alle bisherigen und jüngsten Bemühungen, dem SEF in Thun optimale Bedingungen zu bieten, als hinfällig», steht weiter in der Medienmitteilung. Die deutlichen Unterstützungssignale der Thuner Bevölkerung, des Gemeinderates und des Stadtrates seien vergeblich gewesen. Der Gemeinderat habe diesen unternehmerischen Entscheid des SEF zu akzeptieren, sei aber schwer enttäuscht. «Die Stadtregierung bedauert auch sehr, dass das SEF mit seinem heutigen Entscheid die Gelegenheit verpasst, seinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern nächstes Jahr das neue KKThun zu präsentieren und sie von dessen Vorteilen zu überzeugen.» Situation analysieren Dass die Hotelsituation – und auch die allgemeine touristische Infrastruktur – in Interlaken besser sei als in Thun und dass der dortige Saal grösser sei, lasse sich allerdings nicht bestreiten. Der Gemeinderat anerkennt auch, dass der Firmensitz des SEF und der CEO-Dialog in Thun bleiben und dass das SEF mit der Geschäftsleitung des KKThun Synergien bei der Akquisition von Anlässen und Kongressen suchen will. Dennoch bleibe es eine Tatsache, dass ein wichtiger Imageträger verloren gehe. Der Gemeinderat wird die neue Ausgangslage, insbesondere für das KKThun, intern und mit der Geschäftsleitung der KKThun AG vertieft analysieren. pd/mik >

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