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Gemeindehaus: Neue Variante – alte Bedenken

RüDERSWILDas Gemeindehaus ist sanierungsbedürftig. Nachdem ein vorgelegtes Projekt umstritten war, gab der Gemeinderat eine zweite Variante in Auftrag. Diese wurde nun der Bevölkerung vorgestellt.

Das Gemeindehaus von Rüderswil ist in einem schlechten Zustand. Im vergangenen Januar stellte der Gemeinderat an einem Informationsanlass ein Sanierungskonzept vor. Nebst dem Einbau von Schulzimmern, Hauswirtschaftsräumen und der Verwaltung sieht der Plan auch den Bau von fünf Wohnungen vor. Saniert werden könnte in einer Etappierung von vier Tranchen. Kostenpunkt: 4,8 Millionen Franken. Da dieses Projekt bei der Bevölkerung umstritten war, liess der Gemeinderat eine weitere Variante ausarbeiten. Diese wurde nun an einem zweiten Informationsanlass vorgestellt. Fanden im Januar über 120 Personen den Weg in die Mehrzweckhalle, waren es am Mittwochabend noch knapp 40. «Die Leute sehen, dass eine Sanierung des Gemeindehauses notwendig ist», kommentiert der Gemeindepräsident Jürg Rothenbühler die geringe Besucherzahl. Zudem hätte wohl das Mitteilungsblatt überzeugt, das an alle Stimmbürger verschickt wurde. Darin sind beide Varianten detailliert beschrieben. Günstigere Variante Die neue Variante enthält diejenigen Sanierungsmassnahmen, die am dringendsten nötig sind, und beschränkt sich auf die öffentliche Nutzung des Gebäudes. Rothenbühler erklärt, dass dieses 3,7-Millionen-Projekt Räume für die Schule und die Verwaltung plus eine Wohnung für den Hauswart vorsehe. Auf den Ausbau des Estrichbereichs und den Einbau der fünf Wohnungen wurde verzichtet. Für diese Version sprechen der kostengünstige Raumerhalt für Nonprofitorganisationen und die kurze Bauzeit von rund zwei Jahren. Die anschliessende Diskussion habe sich vorwiegend um zwei Punkte gedreht, sagt der Gemeindepräsident. «Bei der ersten Variante befürchten die Leute, dass die Wohnungen nicht vermietet werden können. Beim zweiten Projekt gab es Einwände, weil nicht das ganze Bauvolumen genutzt wird.» Zudem wurde, wie schon beim ersten Info-Anlass, die Frage laut, ob man das Gebäude nicht besser abreissen würde. Diese Option sei jedoch bereits im März aus finanzieller Sicht verworfen worden, nachdem bei der Denkmalpflege eine Stellungnahme eingeholt worden war, so Rothenbühler. GR ist für die erste Version Der Gemeinderat spricht sich für die erste Variante aus. «Erstens, weil der Bau in Etappen möglich ist. Bei einer finanziellen Belastung der Gemeinde beispielsweise durch Unwetter können die Bauarbeiten unterbrochen werden», sagt Rothenbühler. «Zweitens kann der umgebaute, heute teilweise leer stehende Raum genutzt werden. Es entstehen zusätzliche Wohnungen, ohne zusätzlich Kulturland zu verbauen.» Weiter seien dank den Wohnungen Mehreinnahmen möglich. Bedenken, dass sich keine Mieter fänden, habe er nicht. Der Gemeinderat sei überzeugt, dass die Wohnungen mit dem üblichen Leerstand von 5 Prozent vermietet werden könnten. Über die beiden Geschäfte können die Bürger an der Urne am 28.November entscheiden. Jacqueline Graber >

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