Zwei Gemeinden teilen sich den Werkhof

Rüdtligen-Alchenflüh und Lyssach betreiben ab nächstem Freitag einen ganzjährig geöffneten

gemeinsamen Werkhof.

Kurz vor dem Jahresende feierten Rüdtligen-Alchenflüh und Lyssach gestern den Beginn einer Zusammenarbeit: Die beiden Orte betreiben den Werkhof ab dem 1. Januar gemeinsam als öffentlich-rechtliches Unternehmen. Den Vorlagen der Behörden haben die Gemeindeversammlungen vor Kurzem zu . Laut Kurt Schütz, dem Gemeinderatspräsidenten von Rüdtligen-Alchenflüh, entstand die Idee eines Werkhofes für die zwei Gemeinden vor zwei Jahren. In der Folge setzten Rüdtligen-Alchenflüh als Standortgemeinde und Lyssach eine Kommission ein, um eine Zusammenarbeit zu prüfen. Die Kommission kam, mit den Gemeindeverantwortlichen und Beratern einer Berner Consulting-Firma, zum Schluss, dass es am Sinnvollsten sei, wenn der Werkhof als öffentlich-rechtliche Unternehmung geführt werde. Am 1. August wurde Christoph Bürgi aus Rüdtligen zum vollamtlichen Leiter der Anlage gewählt. Er wird unterstützt von Alfred Marti, der mit einem 60-Prozent-Pensum angestel So ist gewährleistet, dass der Werkhof ganzjährig betrieben werden kann. «So viele Aufgaben» Als Gemeinderatspräsident von Lyssach sagte Hansrudolf Sägesser, er habe vollstes Vertrauen darauf, dass die Institution vom ersten Tag an reibungslos funktionieren werde. Er selber, sagte Sägesser, habe während der Planungsphase immer wieder gestaunt: «Ich wusste gar nicht, dass eine Gemeinde so viele Aufgaben hat.» Lyssach zum Beispiel biete «vom Rebberg bis zum Sumpf alles an, wozu man schauen kann». Fahrzeug als Mitgift Der Gemeindeschreiber von Rüdtligen-Alchenflüh, Urs Lüthi, sagte, dass der Werkhof für die Zusammenarbeit mit Lyssach nicht habe ausgebaut werden müssen. Zusätzliche Kosten seien folglich nicht entstanden. Neu sei lediglich der Schriftzug von Lyssach an der Aussenwand des Gebäudes. Quasi als Mitgift brachte Lyssach ein eigenes Kommunalfahrzeug mit in die neue Geschäftsbeziehung. Weitere Anschlüsse an den «neuen» Werkhof wären erwünscht und problemlos machbar: «Sobald sich die Werkhoforganisation etabliert hat, steht dieses Angebot auch anderen Gemeinden offen», sagte Kurt Schütz, bevor die Partner auf ihre Zweckehe anstiessen. Johannes Hofstetter >

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