Rudolf Bieri stirbt nach Unfall

Rudolf Bieri lebt nicht mehr. Der amtierende

Gemeindepräsident von Oberbipp und SVP-Grossrat ist am Mittwoch bei

einem landwirtschaftlichen Arbeitsunfall gestorben. Sein Tod hat im Dorf grosse Trauer ausgelöst.

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Am Mittwoch wurde er im Alter von 57 Jahren plötzlich aus dem Leben gerissen – Rudolf Bieri. Der Oberbipper Gemeindepräsident und SVP-Grossrat ist bei einem landwirtschaftlichen Arbeitsunfall tödlich verletzt worden. Am 22.Januar wäre der Politiker und Landwirt 58 Jahre alt geworden. Er hinterlässt Frau und Kinder. Vor kurzem ist er Grossvater geworden.

Über seinen Tod informierten gestern die Kantonspolizei und das Untersuchungsrichteramt Emmental-Oberaargau. So ist der Meisterlandwirt verunglückt, als er die Seilwinde, die er zum Schleppen von Holz benötigte, vom Traktor entfernen wollte. Nach bisherigen Erkenntnissen müsse davon ausgegangen werden, «dass er als Folge einer unbeabsichtigten Manipulation zwischen Seilwinde und Traktor eingeklemmt wurde», schreibt die Polizei.

Vielfältiges Engagement

Obwohl sofort Rettungsmassnahmen eingeleitet wurden, erlag Rudolf Bieri noch an Ort und Stelle seinen Verletzungen. Ermittlungen zur Klärung des Unfallhergangs sind im Gang.

«Tief erschüttert» reagierte gestern die Gemeinde. «Als ehemaliger Feuerwehrkommandant, Mitglied des Gemeinderats und seit 2005 Gemeindepräsident hat sich Ruedi für das Wohl der Gemeinde Oberbipp und der Bevölkerung sehr eingesetzt. Er hinterlässt eine grosse Lücke», schreibt die Gemeinde auf ihrer Internetseite. «Wir danken Ruedi für sein grosses Engagement und werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten.»

«Ruhig und besonnen»

Auch für den langjährigen Gemeindeschreiber Bruno Walker, der sein Amt noch bis Ende Januar innehat, ist der Tod «ein grosser Schock». Rudolf Bieri sei ein «ruhiger und besonnener Mensch» gewesen, der sich auf die Zukunft gefreut habe, sagt Walker. «Umso tragischer ist sein Tod – er kommt aus heiterem Himmel.»

Ebenso bestürzt ist Gabriela Roos, die das Amt von Walker ab Januar definitiv übernehmen wird. Sie arbeite jetzt seit anderthalb Monaten auf der Verwaltung, «und immer habe ich Rudolf Bieri gut gelaunt erlebt». Er sei ein Chef gewesen, wie man ihn sich besser nicht habe wünschen können.

Seit 2002 im Grossen Rat

Rudolf Bieri, seit dem Jahr 2002 Mitglied im Grossen Rat, wollte sich einer Wiederwahl stellen. Wer nun seinen Platz auf der SVP-Liste übernimmt, stand gestern Abend noch nicht fest.

Dominik Balmer>

Erstellt: 15.01.2010, 00:31 Uhr

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