Kampf um Gleichstellung der Frau

Die Eidgenössisch-Demokratische Union Bern (EDU) setzt für die kantonalen Wahlen auf die Familienpolitik. In Zweisimmen ist dazu eine Vortragsreihe mit der umstrittenen deutschen Autorin Eva Herman angelaufen.

Die Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) stellt die bevorstehenden Grossrats- und Regierungsratswahlen unter den Slogan «Voll familientauglich, warum wir Familien retten müssen». Fritz Perren ist Gemeinderatspräsident aus St.Stephan und auf der EDU-Liste 7 Oberland West einer der insgesamt 49 EDU-Kandidaten für die Grossratswahlen. Er führte als Moderator durch den Abend rund um die Familienpolitik. Perren war erfreut, dass die Veranstaltung trotz Referat der umstrittenen deutschen Autorin Eva Herman (siehe auch Kasten) ruhig verlief. Die anwesenden Sicherheitsleute hatten in Zweisimmen einen ruhigen Abend. Eine mehrteilige Vortragsreihe der Berner EDU mit Eva Herman, der deutschen Karrierefrau, die ihre eigene Berufung entdeckte, begann in Zweisimmen mit dem Thema: Der Kampf um die Gleichstellung der Geschlechter (Gender Mainstreaming). Das Referat stellte die Frage in den mit etwa 150 Zuhörenden besetzten Gemeindesaal: «Zerstört das grösste Menschenexperiment die Gesellschaft?» «Kinder vernachlässigt» Als beste Grundlage für das Zusammenleben der Menschen werden in der EDU die Zehn Gebote Gottes anerkannt. In der Wirtschaft wie in der Gesellschaft seien die Familienstrukturen bedroht und stünden vor dem Zerfall. «Immer mehr Frauen werden zermürbt beim Versuch, die berufliche Karriere und das Privatleben mit Familie und Kindern in Einklang zu bringen. Der Preis, alles zu haben, ist hoch», zitierte Referentin Eva Herman aus ihrem ersten Buch «Das Eva-Prinzip – für eine neue Weiblichkeit». Die Gleichstellung von Mann und Frau sei, nach Herman, überall in der europäischen Gemeinschaft das gleiche Problem, auch in der Schweiz. Der Wirtschaft zuliebe werden die Kinder vernachlässigt oder gar keine gezeugt. «Unsere Gesellschaft schrumpft, wir sterben aus», stellte die Referentin fest, «denn Kinder, die nicht leben, können auch keine Kinder bekommen.» Zudem wird die Politik den christlichen Werten mit Nächstenliebe und Familiensinn mehr und mehr vorgezogen. Eva Herman forderte, dass Familienfrauen von der Wirtschaft Unterstützung erwarten dürften: «Familien mit Kindern sind ein Gewinn und kein Armutsrisiko.» An die Zuhörenden im Saal richtete Eva Herman abschliessend den Appell: «Melden Sie sich immer wieder zu Wort. Die Schweigespirale funktioniert nur, weil die, die schweigen, annehmen, in der Minderheit zu sein!» Fritz LeuzingerHinweis: Am Donnerstag, 4. März, um 20 Uhr spricht Eva Herman zum Thema «Warum wir Familien retten müssen» im Lötschbergsaal in Spiez. >

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