Zum Hauptinhalt springen

Gemeinde verlängert Sprintbahn

HuttwilDer Gemeinderat sieht seine Fehleinschätzung ein: Er will die zu kurz geratene Sprintbahn auf dem Dornacker nun auf voller Länge sanieren.

Im Juni sorgte in Huttwil die 100-Meter-Bahn auf dem Sportplatz Dornacker für rote Köpfe: Die Gemeinde liess auf der längst sanierungsbedürftigen Sprintbahn einen neuen Tartanbelag aufziehen, doch nur auf den ersten 97 Metern. Dahinter klafft seither eine Lücke aus Beton. Und auch die Auslaufstrecke wurde in ihrem alten Zustand belassen. Sie ist immer noch mit dem rissigen Belag aus den Siebzigerjahren überzogen. Mit dieser Baumassnahme stiess Huttwils Gemeinderat den Turnverein (TV) und die Leichtathletikvereinigung (LVH) vor den Kopf, die zum Teil schon seit Jahrzehnten auf der Bahn trainieren. Huttwils Sportler machten die Behörde auf ihren Fehler aufmerksam, doch diese wehrte sich: Im Dornacker würden Schüler trainieren. Denen genügten 97 Meter. Zudem müsse man Kosten sparen. Dass aber auch Mitglieder des TV und des LVH auf der Bahn ihre Sprints machen, davon wusste die Gemeinde offenbar nichts. In der Folge traf die Behörde zwar Abklärungen für eine Totalsanierung, wollte jedoch nicht versprechen, dass die Bahn in absehbarer Zeit verlängert wird. Huttwils Sportvereine wurden weiterhin auf die Folter gespannt. Zu viel der Querelen; auch für die Schweizer Illustrierte, welche die Geschichte mit ihrem «Kaktus» bedachte. Gemeinderat krebst zurück Jetzt geht plötzlich alles ganz schnell: Bereits im September sollen auf dem Dornacker erneut Baumaschinen auffahren, wie der Gemeinderat mitteilt. Er konnte sich an seiner Sitzung vom 15.August doch noch zur Totalsanierung durchringen. Ein Entscheid, welcher den Ratsmitgliedern nicht leicht gefallen sein dürfte, bedeutet er doch ein Zurückkrebsen seitens der Behörden. Und nicht nur in diesem Punkt gibt der Gemeinderat nach. Jetzt will er sogar der verwitterten Weitsprunganlage ein Facelifting verpassen. TV und LVH monierten schon seit längerem, dass die Anlage stark sanierungsbedürftig sei und für Schüler und Sportler ein Sicherheitsrisiko darstelle. Für die Renovation der Weitsprungbahn sprach der Gemeinderat einen Kredit von 40000 Franken. Zusätzliche Ausgaben Für die Erneuerung der ersten 97 Meter der Sprintbahn wurde im August 2010 ein Rahmenkredit von 85 000 Franken gesprochen. Nach der Teilsanierung hatte die Gemeinde 65 000 Franken ausgegeben. Nun kommen weitere 14 000 Franken für die Sanierung des hinteren Bahnteils dazu. «Die Ausgaben bewegen sich innerhalb des ursprünglich genehmigten Kredites», sagt Bauverwalter Martin Bieri. Er glaubt indes nicht, dass die Gemeinde kostengünstiger davongekommen wäre, hätte sie gleich von Beginn weg die ganze Bahn saniert. Für die Gemeinde ist damit das Kapitel Dornacker vorerst abgeschlossen. «Kurzfristig sind keine weiteren Sanierungen geplant», weiss Bieri. Er könne jedoch nicht ausschliessen, dass in Zukunft noch weitere Sportanlagen auf dem Dornacker saniert werden müssen.Patrick Jordi>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch