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Geblieben sind nur die Kräfteverhältnisse

UnihockeyDrei der vier Berner Mobiliar-League-Equipen treten mit neuen Trainern an, bei Titelhalter Wiler-Ersigen ist die Mutation mit einem Systemwechsel verbunden.

Die Veränderungen sind nicht zu übersehen. Kaum ein Stein ist auf dem anderen geblieben, das letzte Urgestein des Schweizer Unihockeys kürzer getreten. Der 36-jährige Adrian Capatt, welcher als 13-Jähriger bei Trin in der NLA debütiert hatte, in den letzten 18 Jahren in Malanser Diensten skorte und nicht minder passioniert die Gegenspieler provozierte, überlässt das Feld den Jüngeren. Gross ist die Herausforderung, mit der sich Magnus Svensson konfrontiert sieht. Elf Abgängen stehen zehn Zuzüge gegenüber, der GC-Trainer muss eine neue Equipe formen. Dennoch erstaunte es, sollten sich die Kräfteverhältnisse markant verschieben. Die erwähnten Teams dürften die einzigen ernsthaften Widersacher des von Serienmeister Wiler-Ersigen angeführten Berner Quartetts bleiben. Neustart trotz Dominanz – nach sieben Meistertiteln innert acht Jahren entschied die Vereinsleitung der Unteremmentaler, einen neuen Reiz zu setzen. Wiler-Ersigen trennte sich von Trainer Thomas Berger, dessen auf stabiler Defensive beruhendes System zuweilen nahe an der Perfektion praktiziert worden war. Sie engagierte den Finnen Heikki Luukkonen und stellte diesem als Starthilfe die seit geraumer Zeit in der Schweiz spielenden Landsleute Esa Jussila und Olli Oilinki zur Seite. Berger wie Luukkonen strebten das schnelle Direktpassspiel an, sagt Captain Matthias Hofbauer, ergänzt jedoch, unter dem Nordländer werde deutlich offensiver agiert als unter dem Bündner. Noch sei nicht alles automatisiert, hält der 30-Jährige schmunzelnd fest. «Wir haben in den Testspielen viele Tore geschossen, aber auch viele erhalten.» Es riecht nach Spektakel – zumindest in den ersten Wochen. Anteners Mitbringsel Weniger Masse, mehr Klasse – die Langnauer Tigers haben einen Strategiewechsel vorgenommen. Beschäftigten sie in den letzten Jahren stets relativ viele Ausländer, findet sich nun einzig Rückkehrer Ales Zalesny im Kader. Der Tscheche, welcher im Frühling im schwedischen Playoff-Final stand, ist ein Pendler zwischen Wahnsinn und Genie; er kann Partien im Alleingang für wie gegen seine Equipe entscheiden. Dem Trainer – es handelt sich um die zweite Saison von Björn Karlen – obliegt die im oberen Emmental schon fast zur Tradition gewordene Aufgabe, aus einer Ansammlung starker Individualisten ein funktionierendes Ensemble zu formen. Vorne hui, hinten Bill und die Hoffnung, mangelnde Erfahrung lasse sich durch Talent kompensieren. Floorball Köniz hat den heimgekehrten Trainer David Jansson durch dessen Assistenten Christian Wahli ersetzt, vier Verteidiger verloren, dafür drei Stürmer engagiert. Wahli setze Janssons Weg fort, sei aber etwas impulsiver als der Schwede, sagt Abwehrchef Daniel Bill, der sich auf viel Einsatzzeit gefasst machen muss. Spektakel ist auch in der Lerbermatt denkbar, brachte doch Nationalspieler Emanuel Antener bei seiner Rückkehr aus Stockholm den Weltklasse-Center Fredrik Djurling mit. Sikoras Seitenwechsel Der Aderlass ist gewaltig, er dürfte sich in spielerischer Hinsicht wie im Bereich der Erfahrung auswirken. Bei Grünenmatt scheint weniger Geld im Spiel zu sein als auch schon, mit Joel Hirschi hat sich der talentierteste Schweizer Richtung Langnau verabschiedet. Das tschechische Element bleibt auch nach dem Abgang des langjährigen Trainers Tomas Trnavsky erhalten. Radek Sikora räumte seinen Platz auf dem Feld; der Tscheche steht nun mit dem bisherigen Assistenten Hanspeter Hiltbrunner hinter der Bande. Tomas Chrapek und Daniel Sebek konnten gehalten werden; mit Martin Vladar stiess ein vierter Tscheche dazu. Gemäss Papierform ist die Differenz zu den Besten grösser geworden, die Playoff-Qualifikation wäre als Erfolg zu werten. Micha Jegge >

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