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Für notwendige Investitionen gerüstet

BeatenbergEinstimmig genehmigte die Gemeindeversammlung das Budget 2011, das einen Gewinn vorsieht. Der Finanzplan zeigt, dass die eigenen Mittel für geplante und

Vorsichtig optimistisch blickte Gemeindevizepräsident Markus Jaun am Freitag in die finanzielle Zukunft Beatenbergs – mit Betonung auf «vorsichtig». Zwar liegt der Zinsbelastungsanteil wegen tiefer Zinsen mit 1,01 Prozent im mittleren Bereich. Aber der Kapitaldienstanteil, der die Verschuldung misst, ist mit 12,53 Prozent immer noch hoch – auch wenn in den letzten Jahren Schulden abgebaut wurden, soweit dies der Werterhalt der Infrastruktur zuliess. «Um weiter Schulden abzubauen, müssen wir die Investitionen aber auch in den nächsten Jahren tief halten», sagte Jaun. So sehen Budget und Finanzplan auch für 2011 und die folgenden Jahre nur Investitionen vor, die durch eigene Mittel finanziert werden können. Investieren mit Mass Bei den steuerfinanzierten Investitionen ist für nächstes Jahr als grösster Posten eine Strassenwischmaschine geplant – der Kredit von 70000 Franken wurde von den 54 anwesenden Stimmberechtigten am Freitag diskussionslos bewilligt. Bei der gebührenfinanzierten Wasserver- und -entsorgung rechnet das Budget für 2011 mit Nettoinvestitionen von 150000 Franken. «Bis 2014 hat die Gemeinde die grössten Brocken in der Wasserversorgung erledigt», sagte Jaun, «gerade rechtzeitig, bevor grössere Abwasserinvestitionen anstehen.» Für die laufende Rechnung sieht das Budget 2011 bei 5,6 Millionen Franken Ertrag einen kleinen Gewinn von 32350 Franken nach Abschreibungen vor. Die Steueranlage bleibt unverändert bei 2,18 Einheiten. Die Gemeindeversammlung genehmigte das Budget einstimmig und nahm den Finanzplan für die Jahre 2012–2015 diskussionslos zur Kenntnis. Ebenfalls einstimmig bestätigte die Versammlung die Firma Anderegg Treuhand als Revisionsstelle. Unerwünscht vereinfacht Zu diskutieren gab der Erstwohnungsanteilsplan Sundlauenen. Wie Gemeindepräsidentin Verena Moser erläuterte, war der Erstwohnungsanteil für die anderen Dorfteile bereits 1998 aufgehoben worden; Sundlauenen hingegen hatte sich an der damaligen Gemeindeversammlung erfolgreich für die Beibehaltung seines Erstwohnungsanteils gewehrt. Allerdings wurden in der Folge die Sundlauener Erstwohnungsanteile im Grundbuch irrtümlich ebenfalls gelöscht. Nun erhielt der Gemeinderat vom Kanton den Auftrag, die Situation zu bereinigen. Er stellte den Antrag, die Regelung für Sundlauenen dem übrigen Gemeindegebiet anzupassen. Aus Sicht des Gemeinderates bedeutete dies eine Entlastung für die Sundlauener Grundeigentümer, die schon von der Naturgefahrenkarte stark betroffen sind. Die Sundlauener aber sprachen sich an der Gemeindeversammlung vom Freitag erneut entschieden für die Beibehaltung ihres Erstwohnungsanteils aus. Sie befürchten, dass der kleine Dorfteil am See sein Dorfleben verliert, wenn immer mehr Wohnungen zu Ferienwohnungen werden. Die Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten folgten dem Antrag des Gemeinderates; die Abschaffung des Erstwohnungsanteils wurde mit 32 Ja- gegen 11 Nein-Stimmen angenommen. Abschied von Verena Moser Mit viel Applaus für ihr grosses Engagement, mit guten Wünschen und mit unterhaltsamen Rückblicken auf die vergangene Amtsperiode verabschiedete die Versammlung Gemeindepräsidentin Verena Moser und den Vizepräsidenten Markus Jaun, die den Rat nach acht Jahren wegen Amtszeitbeschränkung verlassen, sowie Gemeinderätin Christina Rähmi. Für besondere Leistungen ehrte die Gemeindeversammlung am Freitagabend in Beatenberg Daniel Gafner, der seine Maurerlehre mit der zweitbesten Prüfung im Berner Oberland abgeschlossen hatte.Sibylle Hunziker>

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