Zum Hauptinhalt springen

Führt Euch anständig auf!

Ausgabe vom 14. Oktober «Auf Kosten der Anwohner», Leserbrief eines Anwohners des Rathausplatzes Das Komitee «Thun rockt!» zeigt Verständnis für die Anliegen der Anwohnerinnen und Anwohner der Altstadt, die durch übermässigen Nachtlärm gestört werden. Das Hauptproblem ist prinzipiell nicht bei den Überzeitbewilligungen für gewisse Bars und Clubs zu suchen, sondern bei der Konzentration der Thuner Ausgangsszene auf die Innenstadt und das zum Teil rücksichtlose Verhalten einer kleinen Gruppe von Nachtschwärmerinnen und Nachtschwärmern. Die vom Leserbriefverfasser erwähnten Quellen der Nachtruhestörung lassen sich aber auch ohne Überzeitbewilligungen nicht verhindern, denn es ist nicht verboten, nachts auf ein Taxi zu warten und sich miteinander zu unterhalten. Ein gewisses Mass an Lärm muss also für Anwohnerinnen und Anwohner der Altstadt ertragbar sein. Gleichzeitig ruft das Komitee «Thun rockt!» auch an dieser Stelle alle Jugendlichen dazu auf, sich im Ausgang anständig und rücksichtsvoll – insbesondere gegenüber der Anwohnerschaft – zu verhalten. Rahel WenigerkindKomitee «Thun rockt», Thun Lieber in Thun als in Bern Es mag ärgerlich sein, in der Nacht mehrmals zu erwachen wegen Gruppierungen, die mal lauter oder leiser diskutierend auf dem Rathausplatz auf ein Taxi warten. Aber wenn man schon mit dem Vorsatz, möglichst alle Ruhestörungen zu protokollieren, zu Bett geht, ist es ja sonnenklar, dass man den Schlaf vor lauter Hinhören nicht findet und ergo den Tiefschlaf verpasst. Nicht vergessen darf man den Wandel der Zeit und die Bedürfnisse der Gesellschaft. Auch dieser Themen hat sich eine Stadt oder Gemeinde anzunehmen und nicht nur der grundsätzlichen Frage, ob es sich eine Stadt leisten kann, gewissen Kreisen ein Besäufnis zu ermöglichen. Unsere Eltern kämpften bei unseren Grosseltern um die Sperrstunde 3 Uhr. Wir wiederum kämpften bei unseren Vätern für die Sperrstunde 3.30 Uhr. Heute sind es unsere Kinder, welche ihre Bedürfnisse anmelden. Als Vater ist es mir deshalb auch wichtig, dass die jungen Leute von Thun diese Möglichkeit von Ausgang bis 5 Uhr in ihrer eigenen Stadt geniessen können und dafür nicht nach Bern oder sonstwohin fahren müssen. Das macht Eltern ruhiger, und man schläft besser.Marc ZwahlenThun >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch