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Zeitdruck und chaotische Organisation schuld an Mehrkosten

Dass die Kosten beim Bau der Freiburger Poyabrücke aus dem Ruder liefen, geht auf den hohen Zeitdruck und auf schlechte Organisation zurück. Zu diesem Schluss kommt der Bericht einer parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK).

Beim Bau der Poya-Brücke in der Stadt Freiburg läuft einige nicht wie geplant. Unter anderem sind die Kosten viel höher, als gedacht.
Beim Bau der Poya-Brücke in der Stadt Freiburg läuft einige nicht wie geplant. Unter anderem sind die Kosten viel höher, als gedacht.
zvg

Statt der erwarteten 120 Millionen Franken kostet die Brücke rund 211 Millionen Franken, also über 90 Millionen Franken mehr als geplant. Wie es dazu kam, hat nun erstmals im Kanton Freiburg eine PUK untersucht. Und sie kommt zum Schluss, dass die Beteiligten nicht in böser Absicht gehandelt haben.

Die Mehrkosten wären laut Bericht dennoch vermeidbar gewesen. Dafür macht die PUK vor allem zwei Faktoren verantwortlich. Da ist zum einen der Zeitdruck, damit die Fristen eingehalten werden konnten, um an Bundesgelder zu kommen. Zum anderen spricht der Bericht aber auch von einer ungenügenden - «um nicht zu sagen unzulänglichen und chaotischen» - Organisation .

Eröffnung im kommenden Herbst

Der ursprüngliche Kredit basierte lediglich auf einem Vorprojekt. Dieses musste später mehrfach angepasst werden. Auch mit einem Nachkredit im Jahr 2010 wurden die ursprünglichen Fehler nicht alle ausgemerzt. Dies kreidet der Bericht der Kantonsregierung an.

Die Poyabrücke ist eine Strassenbrücke, die über die Saane führt und die Freiburger Altstadt vom Durchgangsverkehr entlasten soll. Das Bauwerk wird im kommenden Herbst eröffnet.

SDA/tan

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