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Wer übernimmt die Kosten für die Schutzmassnahmen?

Ein Damm soll die Strasse bei Zollhaus vor einem neuen Felssturz schützen. Noch ist unklar, wer die Kosten übernehmen muss.

Ein provisorischer Damm schützt zurzeit die Strasse.
Ein provisorischer Damm schützt zurzeit die Strasse.
Charles Ellena/FN

Nach dem Felssturz vom Weihnachtstag im alten Steinbruch in Zollhaus (wir berichteten) wollen die Behörden nicht länger unnötige Risiken eingehen. Entlang der Strasse soll so rasch als möglich ein Steinschlagschutzdamm gebaut werden. Das Baugesuch ist im aktuellen Amtsblatt publiziert. Wie Kantonsingenieur André Magnin erklärte, sollen die im Vorfeld notwendigen Sprengungen bereits übernächste Woche getätigt werden. Diese seien unter anderem nötig, um die Sicherheit der Bauarbeiter zu gewährleisten.

Zwei Bauherren

Der zwei bis drei Meter hohe Damm, der aus den heruntergestürzten Felsbrocken gebaut wird, kostet gemäss Magnin weniger als 100'000 Franken. Durch die Sprengungen belaufen sich die Kosten jedoch auf 300'000 bis 400'000 Franken. Bisher ist noch unklar, ob die Gemeinde Plaffeien oder der Kanton für diese Kosten aufkommen muss. Im Amtsblatt sind beide als Bauherrschaft aufgeführt.

Es gilt , zu klären, ob der Steinbruch noch als aktiver Steinbruch angesehen werden kann – dann müsste die Gemeinde als Grundeigentümerin für die Kosten aufkommen. Gilt er als ehemaliger Steinbruch, müsste der Kanton bezahlen, da er dazu verpflichtet ist, seine Strassen zu schützen. Eine in Auftrag gegebene rechtliche Abklärung soll bald Klarheit schaffen.

Kein Steinbruch mehr

Der Plaffeier Ammann Otto Lötscher wiederholte, dass der Steinbruch Zollhaus seit mindestens 40 Jahren nicht mehr in Betrieb und in der Ortsplanung auch nicht als Steinbruch ausgeschieden ist. «Zählt der Steinbruch als ‹übriges Gemeindegebiet›, muss der Staat für die Kosten aufkommen», so Lötscher.

Unabhängig vom Kostenträger ist es das Ziel, den Damm bis zum Frühlingsbeginn fertig zu stellen. «Solange die Temperaturen so tief sind wie jetzt, besteht keine Gefahr», sagt André Magnin. Er will die Automobilisten an der viel befahrenen Strasse keinem unnötigen Risiko aussetzen. «Einige beklagen sich ob der hohen Kosten dieses Projektes. Doch wir können es uns nicht leisten, weniger für die Sicherheit der Automobilisten zu tun, als die Spezialisten uns raten», betont er.

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