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Ungleiche Sozialhilfe

Die französisch- und die deutschsprachige Sozialkommission beurteilen Fälle anders. Der Versuch, sie zu vereinen, ist gescheitert.

Nicht alle Fälle werden gleich behandelt.
Nicht alle Fälle werden gleich behandelt.
Keystone

«Im Seebezirk gibt es zwei Sozialkommissionen, welche die Fälle nicht unbedingt gleich beurteilen», sagt Heinz Schneider, Präsident ad interim des Sozialdienstes im Seebezirk. Deshalb hat der Vorstand kürzlich an der Delegiertenversammlung gefordert, die beiden Kommissionen seien zusammenzulegen.

Bei den zwei Kommissionen handelt es sich um eine französischsprachige, bestehend aus acht Gemeinden, und eine deutschsprachige, der zwölf Gemeinden zugeordnet sind. Die Delegierten schickten den Antrag des Vorstands auf eine zweisprachige Kommission jedoch bachab. Vorab die französischsprachigen Gemeinden hatten sich dagegen gewehrt: Die Zweisprachigkeit sei nicht machbar.

Der Sozialdienst des Seebezirks ist der einzige im Kanton mit zwei Sozialkommissionen. Im Sozialhilfegesetz sei aber nur eine Kommission pro Sozialdienst vorgesehen, sagt Schneider. «Der Staatsrat hat hier eine Ausnahme gemacht.» Es würden teils unterschiedliche Leistungen gesprochen, kritisiert Schneider. So könne es sein, dass jemand im deutschsprachigen Teil Sozialhilfe erhalte, ihm diese bei einem Umzug in eine französischsprachige Gemeinde aber verwehrt bleibe. Oder umgekehrt.

Das Gesetz sei aber klar. «Das kann irgendwann zu einem Rechtsfall gegen den Seebezirk-Sozialdienst führen.» Probleme beim Sozialdienst forderten in den letzten zwei Jahren ihren Tribut: Es gab etliche Kündigungen. Inzwischen hat sich die Situation laut Schneider gebessert.

FN/emu

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