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Tourismuszentrum erhofft sich mehr Impulse

Die beiden Freiburger Gemeinden Plaffeien und Oberschrot sind beim Naturpark Gantrisch dabei. Plaffeien mit dem Tourismuszentrum Schwarzsee erhofft sich zusätzliche Impulse, sagt Gemeindepräsident Otto Lötscher.

Der Schwarzsee liegt im Kanton Freiburg, gehört aber geografisch zum Gantrisch. Deshalb macht die Region beim Naturpark mit.
Der Schwarzsee liegt im Kanton Freiburg, gehört aber geografisch zum Gantrisch. Deshalb macht die Region beim Naturpark mit.
Hans Ulrich Schaad

Plaffeien hätte sich gleich bei zwei Naturpärken beteiligen können. Zum einen beim Naturpark Gantrisch, zum anderen beim Naturpark Gruyère-Pays d’Enhaut. Dass sich die beiden Freiburger Gemeinden Plaffeien und Oberschrot nun den Bernern angeschlossen haben, liegt für Otto Lötscher, Gemeindepräsident von Plaffeien, auf der Hand. «Es sind geografische Gründe. Die Gantrischkette erstreckt sich durch unser Gemeindegebiet bis zur Kaiseregg», erklärt er. Auch verkehrstechnisch liege der Gantrisch näher.

«Um in den Greyerzer Park zu fahren, müssten wir den Umweg über Bulle nehmen. Hier liegen wir mitten im Gebiet», argumentiert Lötscher, der seit 13 Jahren Gemeindepräsident von Plaffeien ist. Es komme nicht darauf an, ob der Partner nun Berner oder Freiburger ist. Jetzt seien sie als Freiburger in der Minderheit. Im Greyerz wären sie die einzigen deutschsprachigen Gemeinden. «Den Gast interessieren Kantonsgrenzen nicht», erklärt der 55-Jährige. Deshalb habe seine Gemeinde auch zugesagt, als sie vom Förderverein Region Gantrisch vor zweieinhalb Jahren angefragt worden sei. Der Staatsrat habe sie unterstützt und empfohlen, dass die Freiburger Gemeinden mitmachen.

Gedanken zum Namen

Plaffeien bringt mit dem Tourismusgebiet Schwarzsee ein wichtiges Element in die Partnerschaft ein. «Der Schwarzsee wird für den Naturpark eines der Aushängeschilder sein», ist Lötscher überzeugt. Er hätte sich sogar einen Doppelnamen Gantrisch-Schwarzsee vorstellen können. Bisher sei das aber im Förderverein nicht diskutiert worden. «Wir wollten das nicht in den Vordergrund rücken. Aber was nicht ist, kann ja noch werden», fügt Lötscher an.

Auch wenn der Name Schwarzsee im Naturpark nicht direkt auftaucht: Für den Plaffeier Gemeindepräsidenten ist klar, dass seine Gemeinde vom Label und einer gemeinsamen Vermarktung profitieren kann. «Wir hoffen, dass durch die kombinierten Angebote speziell der Aufenthaltstourismus profitieren kann», blickt Lötscher in die Zukunft. Wenn mehr Touristen kommen, könne das auch für Investoren interessanter werden. Denn gerade in der Hochsaison stosse die Bettenkapazität in Schwarzsee an die Grenzen. Mehr Übernachtungsmöglichkeiten möge es noch vertragen, sagt Lötscher. Aber auch der Verkauf von Produkten aus der Land-, Alp- und Forstwirtschaft könne ansteigen, was eine wichtige Stützung für das einheimische Gewerbe darstelle. Für Lötscher ist klar, dass das seine Zeit brauche, bis eine bessere Wertschöpfung erzielt werde: «Wichtig wird sein, dass es kein Konkurrenzdenken gibt.»

Windpark bleibt möglich

Das Projekt eines Windparks auf dem Schwyberg sieht Otto Lötscher nicht gefährdet. «Es gab Diskussionen. Sind diese Windturbinen mit einem Naturpark vereinbar? Es ist unbestritten, das wird das Landschaftsbild verändern.» Doch von den Behörden hätten sie positive Signale erhalten, dass dem Projekt keine zusätzlichen Hürden im Weg stehen würden. Schliesslich gehe es hier um die Produktion von erneuerbaren Energien, und der Schwyberg sei als geeigneter Standort im Richtplan aufgeführt.

Otto Lötscher ist überzeugt, dass der Naturpark für Plaffeien und Oberschrot eine Chance ist. Obwohl die Bedeutung des Labels, weil es mittlerweile 26 Projekte gebe, etwas gesunken sei. Er ist auch zuversichtlich, dass die Gemeindeversammlung dem Projekt zustimmen wird. Er habe bisher nur wenige kritische Stimmen gehört. Die grösste Angst sei, dass es mehr Einschränkungen geben werde. «Aber ich glaube den Zusicherungen, dass keine neuen Auflagen erlassen werden», sagt Lötscher. Den aktuellen Bestimmungen müsse aber nachgelebt werden, das sei unbestritten, schliesst Otto Lötscher.

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