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Sensler Oberamt warnt vor Auftritt einer Hooligan-Band

Die umstrittene deutsche Band Kategorie C, die aus der rechtsextremen Szene stammt, soll im April im Raum Bern-Freiburg ein Konzert planen.

Am 18. April sollen Kategorie C im Raum Bern-Freiburg auftreten. Politisch positioniert hat sich die Band im Oktober 2014, als sie ein eigens komponiertes Lied bei der Demonstration «Hooligans gegen Salafisten» (im Bild) spielten.
Am 18. April sollen Kategorie C im Raum Bern-Freiburg auftreten. Politisch positioniert hat sich die Band im Oktober 2014, als sie ein eigens komponiertes Lied bei der Demonstration «Hooligans gegen Salafisten» (im Bild) spielten.
Keystone

Der genaue Ort ist unbekannt, das Sensler Oberamt hat jedoch bereits Informationen erhalten, wonach die deutsche Band Kategorie C am 18.April in der Region Bern-Freiburg ein Konzert geben soll.

Details zu Ort und Zeit würden nur den angemeldeten Konzertbesuchern über Social Media bekannt gegeben. Das beunruhigt Oberamtmann Nicolas Bürgisser, da in Deutschland Konzerte dieser Band wegen Gewaltverherrlichung, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit verboten worden sind.

Reservationen überprüfen

Bürgisser ruft zusammen mit dem Oberamt des Seebezirks private Lokalbesitzer und Wirte dazu auf, bei allfälligen Reservationen aufmerksam zu sein und diese dem Oberamt oder der Polizei zu melden.

Solche Konzerte würden oft als harmlose Veranstaltungen angemeldet. Wie im Sommer 2014, als sich in Bösingen ein «klassisches Konzert im Freien» als Goa-Drogen-Party herausstellte und das Oberamt diese verbot.

Verdeckt organisieren

Laut Hans Stutz, Journalist und Beobachter der rechtsextremen Szene, stammt die Band aus dem Fussball-Hooligan-Bereich. Eine Schnittmenge zum Rechtsextremismus sei vorhanden. Politisch positioniert habe sich Kategorie C im Oktober 2014. Sie spielte ein eigens komponiertes Lied bei der Demonstration «Hooligans gegen Salafisten», die in Köln stattfand und in Randale ausartete.

Es sei typisch für die Band, dass sie versuche, Konzerte verdeckt zu organisieren, und nur die Region als Veranstaltungsort angebe, sagt Hans Stutz. Ein Vorgehen, das auch in der Nazi-Skin-Szene üblich sei. Meist werde ein Treffpunkt vereinbart, von wo aus die Besucher zum Lokal geleitet würden. Für die Anhänger der Szene sei eine Fahrt von 300 Kilometern von Süddeutschland in die Schweiz kein Problem.

Die Kantonspolizei Freiburg werde zusammen mit der Berner Polizei weitere Informationen sammeln und die Sache im Auge behalten, sagt Mediensprecher Gallus Risse.

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