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Mitte März hebt ein Kran die Brücke weg

Im Februar starten die Vorbereitungen zur Sanierung der historischen Passerelle am Bahnhof Kerzers.

Die Passerelle (im Hintergrund) am Bahnhof Kerzers wird saniert.
Die Passerelle (im Hintergrund) am Bahnhof Kerzers wird saniert.
Keystone

Der Countdown für die Sanierung der Passerelle am Bahnhof von Kerzers läuft. Die SBB haben am Montag die Anwohner per Flugblatt über die anstehenden Arbeiten informiert. In den kommenden Wochen finden die Vorbereitungen für die Demontage der historischen Passerelle statt.

«Das Bauteam richtet die Bauplatzinstallationen ein, sperrt einen Teil der Velounterstände und nimmt Rodungen vor», schreiben die SBB. Nachtarbeiten sind vorgesehen vom 25. Februar bis 1. März. Diese finden von Montagabend bis Freitagmorgen statt, jeweils von 22.30 bis 5.30 Uhr. Die Arbeiter bauen in diesen Zeiten den Fahrleitungsschutz sowie Betonplatten aus und entfernen Kandelaber.

Einige Zuschauerinnen und Zuschauer werden sich wohl in der Nacht auf den 19. März am Bahnhof einfinden. Dann «baut ein schwerer Pneukran die Passerelle in gros­sen Einzelteilen aus», so die SBB. Der Abbau der Treppentürme finde in den Nächten bis Ende März statt. In Oensingen wird laut dem Verein Passerelle Kerzers die Passerelle sandgestrahlt, defekte Teile werden ersetzt, und anschliessend werde die Stahlkonstruktion mit einem Korrosionsschutz- und Endanstrich versehen. Der Verein engagiert sich für die Instandsetzung des Bauwerks von 1909.

Verein sammelt Geld

Die restaurierte Passerelle soll im August wieder an ihren Platz am Bahnhof zurückkehren. Weil einige Arbeiten nahe der Fahrleitung und der Züge stattfinden, müssen diese laut den SBB in der Nacht bei ausgeschalteter Fahrleitung durchgeführt ­werden. Abweichungen im Terminplan seien möglich.

Die Passerelle bildet mit dem Stellwerk von 1901, dem Bahnhofgebäude von 1875 und einem Güterschuppen ein eisenbahnhistorisch einmaliges Ensemble. Das Bauwerk ist auf Bundes- und Kantonsebene als schützenswertes Kulturobjekt erfasst.

Vor einem Jahr machten die FN publik, dass die SBB, der Verein Passerelle Kerzers und die Denkmalpflege von Bund, Kanton und SBB sich auf ein Projekt zur Restaurierung geeinigt hatten. Die Gesamtkosten wurden mit rund 1,35 Millionen Franken veranschlagt. Um bis zu 150'000 Franken zu sparen, verzichteten die SBB auf eine Beleuchtung des Übergangs. Der Passerelle-Verein möchte nun selbst die dafür notwendigen Gelder sammeln.

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