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Mehr Platz unter der Brücke

Rund 3,6 Millionen Franken sind nach dem Unwetter 1997 in die Bachverbauung Riggisalp-Hürlinen investiert worden. Zum Abschluss wird beim Neubau der Hürlinenbrücke der Durchlass wesentlich vergrössert.

Der Bach erhält einen grösseren Durchfluss.
Der Bach erhält einen grösseren Durchfluss.
Corinne Aeberhard

Seit dem 20. Juni ist die Strasse kurz vor der Einfahrt in Schwarzsee nur noch einseitig befahrbar. Grund dafür sind die Arbeiten an der Hürlinenbrücke. Die alte Betonbrücke wird durch eine neue aus demselben Material ersetzt.

Durchlass zu klein

Wichtigste Änderung ist eine Vergrösserung des Durchlasses. Dieser hatte in der Vergangenheit des Öftern zu Problemen geführt, wie Otto Lötscher, Ammann von Plaffeien, ausführt. «Bei Murgängen bestand das Risiko, dass es zu Stauungen kommt, weil der alte Durchlass viel zu klein war.»

Gemäss Patrick Buchs, Projektleiter beim kantonalen Tiefbauamt, wird der Durchlass von 3,5 Quadratmetern auf rund 15 Quadratmeter vergrössert. Links und rechts des Bachbetts wird der Uferbereich mit Blöcken befestigt. Ein Neubau war unumgänglich, da die alte Brücke einen grösseren Durchlass statisch nicht ausgehalten hätte.

Der Neubau der Hürlinenbrücke, er dauert noch bis Ende Oktober, ist die letzte Etappe eines grossen Sanierungsprojekts, das nach dem Unwetter vor 13 Jahren in Angriff genommen wurde. Am 11. August 1997 war ein heftiges Gewitter über der Region niedergegangen und hatte an Gebäuden und Verbauungen Schäden von rund drei Millionen Franken angerichtet.

Der Riggisalp- und der Hürlinenbach brachten so viel Geschiebe ins Tal, dass sich das Wasser beim Einfluss in die Sense staute. Durch den Rückstau kam es zu Überschwemmungen oberhalb der Kirche. Das Projekt sah unter anderem vor, dass in beiden Bächen ein Geschiebesammler eingebaut wurde. Die Anlage wurde im Juli 2004 errichtet und soll einem Jahrhundertereignis standhalten.

Ein weiterer Teil des Projekts betraf die Bachverbauung mit Beton-Caps: rund zehn Tonnen schwere, armierte Betonelemente. Sie wurden unter aufwendigen Bedingungen zur Sicherung der Böschungen und zur Stabilisierung des Bachbetts eingebaut. Die Caps sind so schwer, dass die Kraft des Wassers nicht ausreicht, um sie zu verschieben. Ebenfalls Teil des Sanierungsprojektes war die Vergrösserung des Querschnittes in beiden Bächen und der Einbau einiger Holzsperren im Hürlinenbach.

Angst vor neuem Ausgleich

Der Neubau der Brücke kostet rund 490'000 Franken. Das ganze Projekt ist mit 3,6 Millionen Franken veranschlagt. Es wird vom Bund (45 Prozent) und Kanton (36 Prozent) unterstützt. Die Restkosten müssen die Gemeinde und die Anstösser übernehmen. Lötscher befürchtet, dass sich die Ausgangslage mit Inkrafttreten des neuen Finanzausgleichs ändern wird. In der Verordnung ist vorgesehen, diese Beiträge nach Steuerpotenzial festzulegen. Lötscher rechnet, dass Plaffeien etwa 20 Prozent weniger bekommen würde. «Das wäre niemals tragbar. Man könnte die Restkosten auch nicht den Anstössern aufbrummen», stellt er fest. «Auf diese Weise würde man die Randregionen total fertigmachen.»

Freiburger Nachrichten/im/hus

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