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Landi gibt ihr Neubau-Projekt auf

Der Weiterzug der Einsprache durch den VCS war der Landi Seeland zu viel. Sie verzichtet auf einen Neubau auf dem Fribosa-Areal und sucht nach einem neuen Standort.

Bleibt grün: Die Landi Seeland hat den Widerstand satt und verzichtet auf das Neubauprojekt.
Bleibt grün: Die Landi Seeland hat den Widerstand satt und verzichtet auf das Neubauprojekt.
Corinne Aeberhard/FN

Lange war das Projekt am Ortsrand von Murten ausgesteckt: Die Landi Seeland wollte dort einen Fachmarkt mit Tankstelle bauen. Nun ist der Landi-Neubau gestorben. Wie die Genossenschaft mitteilte, hat sie sich entschieden, das Gesuch für die Erstellung des Neubaus auf dem Fribosa-Areal zwischen Bahnlinie und Umfahrungsstrasse zurückzuziehen.

Der Grund: Die Sektion Freiburg des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS) zieht die Einsprache gegen die Baubewilligung vor das kantonale Verwaltungsgericht. «Damit würden weitere Verzögerungen und Kosten entstehen, die schwierig abzuschätzen sind», hält Landi-Geschäftsführer Martin Bieri in der Mitteilung fest. Auf Nachfrage betont er, dass ein Neubau an diesem Standort gescheitert sei: «Wir haben uns für ein Ende mit Schrecken statt für einen Schrecken ohne Ende entschieden.»

Gescheitert an Parkhaus

Anfang Jahr lag eine Abmachung zwischen Landi und VCS auf dem Tisch. Die Landi hat sich darin bereit erklärt, auf einen Teil der oberirdischen Parkplätze zu verzichten und dafür auf dem Gelände ein weiteres mehrgeschossiges Gebäude zu bauen, in das ein Parkhaus integriert worden wäre. Unter der Landi waren wegen Wasserleitungen keine Parkplätze möglich. Damit kam die Landi dem VCS entgegen, der die oberirdischen Parkplätze wegen zu viel Landverbrauch kritisierte.

So schien der Weg frei für das Bauprojekt. Doch weil Oberamtmann Daniel Lehmann die Vereinbarung nicht in die Baubewilligung integrierte, entschied sich der VCS, ans Kantonsgericht zu gelangen. Lehmann hatte das Abkommen in der Bewilligung nicht erwähnt, weil er bezweifelte, dass dies rechtlich standhalten würde. Denn das neue Gebäude mit dem Parkhaus ist noch nicht bewilligt.

VCS ist zufrieden

Für Pierre-Olivier Nobs, politischer Sekretär des Freiburger VCS, ist der Entscheid der Landi Seeland nichts als konsequent. Das Unternehmen übernehme Verantwortung und verzichte auf ein Projekt, das gegen das Gesetz und gegen das Prinzip des verdichteten Bauens verstosse. «Für alle von uns, für Sie, für mich und für die Landi, gelten dieselben Rechte», betont Nobs. Die Ausrede, dass Wasserleitungen einer Tiefgarage im Weg sein würden, lässt Nobs nicht gelten.

Die Landi wollte rund 10 Millionen Franken in den Fachmarkt investieren. Laut Martin Bieri wird jetzt der bestehende Standort an der Alten Freiburgstrasse in Murten unverändert weiterbetrieben. Der Laden ist klein und unübersichtlich. Sollte sich eine andere Option für einen Neubau ergeben, werde diese geprüft, so Bieri.

«Wir werden die Augen offen halten und uns nach einem alternativen Standort umschauen.» Offen ist, in welcher Form und ob ein neues Projekt realisiert werden kann. «Die ganze Sache ist sehr schade, denn der Standort auf dem Fribosa-Areal ist aus unserer Sicht ideal gewesen», sagt der Geschäftsführer bedauernd.

Freiburger Nachrichten/fca/tk

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