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Gebüsster Ambulanzfahrer: Leser sind empört

Im Kanton Freiburg ist ein Ambulanzfahrer bei einem Einsatz mit 66 km/h geblitzt worden und muss nun eine Busse zahlen. Die meisten Leser von bernerzeitung.ch finden das daneben.

Umfrage und Kommentare zeigen klar: Die Leser haben wenig Verständnis für die Busse.
Umfrage und Kommentare zeigen klar: Die Leser haben wenig Verständnis für die Busse.
Keystone

Der Ambulanzfahrer war mit 66 km/h statt den erlaubten 50 km/h in Marly unterwegs und wurde geblitzt. Normalerweise müsste er keine Busse zahlen. Da er aber nur mit Blaulicht und ohne Sirene zum Notfall fuhr, wurde ihm eine Busse von 200 Franken aufgebrummt.

Die Leser von bernerzeitung.ch sind sich in einer nicht repräsentativen Umfrage einig: 95 Prozent finden die Busse nicht gerechtfertigt. Lediglich fünf Prozent, der insgesamt 445 Personen, die abgestimmt haben, befürworten die Busse.

«Sogar Ambulanzen werden gebüsst»

So wie bei der Umfrage hat sich auch bei den Kommentaren zum Artikel ein eindeutiger Trend abgezeichnet. Die meisten Leser können nicht nachvollziehen, warum ein Ambulanzfahrer im Einsatz bestraft wird. «Auf den Schweizer Strassen herrscht ein unvergleichbarer Polizeistaatsapparat! Sogar die Ambulanzen werden gebüsst! Das ist absolut idiotisch und unglaublich!», kommentiert ein Leser.

«Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie in der Schweiz ein Unsinn den anderen jagt. Hier in Biel kurvt die Ambulanz auch in der Nacht um zwei Uhr durchs leere Quartier hoch ins Spitalzentrum mit Horn und Blaulicht, bloss weil es Vorschrift ist und weckt dabei halb Biel», schreibt ein anderer Leser.

«Der arme Kerl»

Ein Leser bietet dem Ambulanzfahrer sogar finanzielle Unterstützung an: «Hallo Freiburg. Ich bin bereit die 200 Franken und die Verfahrenskosten für den Fahrer zu übernehmen. Dieser arme Kerl leistet einen wertvollen Dienst für die Allgemeinheit!»

Der Fall ist noch nicht abgeschlossen, denn gegen die Busse wurde Einsprache erhoben. Am 12. Oktober muss der Polizeirichter über den Fall entscheiden.

Die Umfrage ist nicht repräsentativ. Sie wurde am 6. September aufgeschaltet und war rund 24 Stunden aktiv. In dieser Zeit nahmen 445 Teilnehmer teil.

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