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«Es braucht langen Atem»

Noch zwei Wochen läuft die Vernehmlassung zur Zukunft des Sensler Museums. Der Stiftungsrat hat erste Weichen gestellt.

«Ich bin der vollsten Überzeugung, dass der Sensebezirk ein Sensler Museum braucht», betont Beat Hayoz, Präsident des Stiftungsrates. In den nächsten Monaten wird sich zeigen, wie weit die Vorstellungen des Stiftungsrates für eine bessere Verankerung des Museums in der Bevölkerung in Erfüllung gehen. Mit gezielten Massnahmen will er das Problem der rückläufigen Besucherzahlen und beschränkten finanziellen Ressourcen anpacken, dies auf Grundlage des Strategieberichts.

Weitere Antworten folgen

Teil der «Wie weiter?»-Frage war es auch, die Bevölkerung nach ihrer Meinung zum Museum zu befragen. 14 Tage vor Ende der Vernehmlassungsfrist sind erst sieben Antworten eingetroffen. Beat Hayoz ist aber sicher, dass noch ein paar folgen. Vor allem von den Gemeinden hofft er auf eine Stellungnahme, zumal diese eine wichtige Rolle in der zukünftigen Finanzierung des Museums spielen sollen. «Die ersten Reaktionen können etwa so zusammengefasst werden: Das Museum ist unbestritten, es ist gut, dass etwas getan wird, aber es darf nicht zu viel kosten», führt er aus.

Der Stiftungsrat will unter Beweis stellen, dass man auch unter den jetzigen Voraussetzungen mehr aus dem Museum herausholen könnte. Als erste Massnahme hat sich der Stiftungsrat verstärkt und jedem der elf Mitglieder eine klare Aufgabe zugeteilt. «So bekommen wichtige Bereiche wie Marketing, die Betreuung von Freunden und Gönnern, der Aufbau von Zusatzangeboten usw. mehr Gewicht», hält Beat Hayoz fest. «Auf diese Weise können wir konkret und professioneller an die Sache herangehen.»

Ort für Ziviltrauungen

Eine Arbeitsgruppe hat zudem die im Strategiebericht aufgelisteten Vorschläge nach Arbeitsaufwand, Kosten, Auswirkungen und Priorität analysiert. Einiges davon soll in nächster Zeit umgesetzt werden. Wie Beat Hayoz ausführte, will man zum Beispiel bereits ab 2010 das Sensler Museum als Ort für Ziviltrauungen anbieten. Andere Projekte sind das Jakobsjahr 2010, die Verbesserung des Internetauftritts und die Kooperation mit dem Tourismus. «Ich könnte mir zum Beispiel gut vorstellen, dass man Ausflüglern in Schwarzsee bei einer Übernachtung einen Gutschein für einen Eintritt ins Museum gibt», führt er aus.

Gebäudesanierung läuft

Am 28.November ist die Vernissage für die nächste Wechselausstellung (Krippen). Bis dahin sollten die Arbeiten für die Gebäudesanierung abgeschlossen sein, sagt der Stiftungsratspräsident. Das nächstjährige Ausstellungsprogramm soll mehr Bezug zum Bezirk haben. So ist zum Beispiel eine Ausstellung zum 150.Jahrestag des Eisenbahnbaus Bern–Balliswil geplant. «Das Museum soll zu einem Treffpunkt für den Bezirk werden. Wir sind uns bewusst, dass es ein langer Prozess ist», führt Beat Hayoz aus. Aber es sei auch eine spannende Aufgabe. «Man braucht einen langen Atem.»

Räumliche Grenzen

Ein Hindernis für die Umsetzung gewisser Ideen ist das Haus selbst. «Der Platz ist fantastisch, aber das Gebäude ist einfach nicht für ein Museum gemacht», stellt Beat Hayoz fest. Rein räumlich sei nicht alles möglich, beispielsweise grössere Werke zu zeigen. Baulich lässt sich daran nicht viel ändern, da das Gebäude unter Bundesschutz steht.

BZ/im/ats

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