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Entwicklung gefährdet

Die Region Sense und der Freiburger Gemeindeverband üben Kritik am kantonalen Verkehrsplan.

Der revidierte Verkehrsplan, den der Kanton Freiburg im Herbst in die Vernehmlassung geschickt hatte, räumt dem öffentlichen Verkehr klar Priorität gegenüber dem Privatverkehr ein. Sogar die Siedlungsentwicklung soll sich danach richten: Die Erschliessung von Industrie- und Bauland ist an die Distanz zum öffentlichen Verkehr gebunden und hängt von dessen Frequenz ab.

«Für Gemeinden mit schlechter ÖV-Anbindung kann das fatale Folgen haben. Sie können sich nur dort entwickeln, wo Bushaltestellen sind», sagt Oberamtmann Nicolas Bürgisser, Präsident des Gemeindeverbandes Region Sense. Deshalb lehnt die Region Sense eine rechtliche Verknüpfung zwischen Baugebiet und Distanz zum öffentlichen Verkehr und dessen Frequenz ab. «Schlecht erschlossene Randregionen werden in Zukunft keine Möglichkeit der Erschliessung von Bauland und Industrieland haben», so die Begründung. Diese Zonen würden zu einem «Ballenberg» verkommen.

Der Gemeindeverband will, dass im Verkehrsplan zwischen ländlichen und städtischen Gemeinden unterschieden und auch die Gemeindegrösse berücksichtigt wird. Gleich sieht dies der kantonale Gemeindeverband: «Entweder investiert der Kanton in den öffentlichen Verkehr, oder die Bedingungen für die Erschliessung von Bau- und Industrieland werden gelockert», sagt Präsident Albert Bachmann.

Das Amt für Mobilität sichtet zurzeit die Stellungnahmen zur Vernehmlassung.

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