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Eine Analyse zum Jubiläum

Die Raiffeisenbanken in Deutschfreiburg liessen sich zum 100.Geburtstag ihres Verbandes wissenschaftlich untersuchen.

Präsentieren die Studie: Verbandspräsident Daniel Perler (r.) und der Medienverantwortliche Aldo Greca.
Präsentieren die Studie: Verbandspräsident Daniel Perler (r.) und der Medienverantwortliche Aldo Greca.
Aldo Ellena/FN

Der Deutschfreiburger Verband der Raiffeisenbanken (RB) kann seinen 100.Geburtstag feiern. Dies nahm er zum Anlass, um die Situation seiner Mitgliedbanken wissenschaftlich analysieren zu lassen. Gestern hat der Verband die Studie in Düdingen vorgestellt. In Auftrag gegeben hat er diese bei Bernard Dafflon, dem Inhaber des Lehrstuhls für öffentliche Finanzen an der Universität Freiburg.

Stark verankert

Die Raiffeisenbanken sind in Deutschfreiburg stark im regionalen und kommunalen Leben verankert. Der Verband wollte wissen, welche Auswirkungen die jahrzehntelangen Tätigkeiten seiner Banken auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Deutschfreiburgs haben. Zusammen mit seiner wissenschaftlichen Mitarbeiterin Christine Falken-Grosser hat Bernard Dafflon die wirtschaftliche und politische Entwicklung in Deutschfreiburg unter die Lupe genommen und das Wirken der Raiffeisenbanken analysiert. Entstanden ist eine Festschrift der besonderen Art: eine Art Momentaufnahme der wirtschaftlichen Situation Deutschfreiburgs und der Raiffeisenbanken zu Beginn des dritten Jahrtausends.

Gemeinden profitieren

«Die Studie zeigt, dass die Raiffeisenbanken einen grossen Beitrag zur Entwicklung der Region geleistet haben», sagt Aldo Greca, Medienverantwortlicher des Verbandes. Die Gemeinden und die Bevölkerung seien die Nutzniesser. Laut Verbandspräsident Daniel Perler profitieren die Gemeinden im Durchschnitt von vier Millionen Franken Steuern pro Jahr. Vereine und andere Institutionen kämen zudem in den Genuss von Sponsoringbeiträgen in der Höhe von rund 1,5 Millionen Franken.

Vor allem bei der Finanzierung von Eigenheimen seien die Raiffeisenbanken aktiv, führte Daniel Perler aus. Von der Bautätigkeit im Deutschfreiburgischen wiederum würden auch das Gewerbe und die Gemeinden profitieren. Perler legt auch ein Bekenntnis zur Landwirtschaft ab: «Sie ist für uns nach wie vor ein wichtiger Bereich.» Auch sie habe sich in den letzten Jahren entwickelt. «Betriebe wurden erweitert und Maschinen angeschafft.» Die Wertschöpfung werde aber mit weniger Leuten erreicht, so Perler. Die Studie hält weiter fest, dass die Wirtschaft vor allem durch die Klein- und Mittelbetriebe (KMU) in Gang gehalten wird. «Das ist sehr positiv für uns», betont Daniel Perler. Die KMU seien die wichtigsten Geschäftspartner. Vermehrt versuche man auch grössere Betriebe zu erreichen. «Das ist aber nicht so einfach.»

Weiter konzentrieren

Die Raiffeisenbanken fühlen sich mit der Bevölkerung eng verbunden. «Jeder dritte Einwohner in unserem Einzugsgebiet ist Genossenschaftsmitglied», sagt Aldo Greca. Diese hätten die Möglichkeit zu intervenieren. «Dass sie es nur selten tun, ist für uns ein Vertrauensbeweis», sagt Daniel Perler. Vor allem bei Fusionsgeschäften kommt das manchmal aber vor. «Es wurden auch schon vom Verwaltungsrat vorgeschlagene Fusionen abgelehnt», sagt Greca. Der Konzentrationsprozess werde weitergehen. «Eine Bank mit weniger als zehn Angestellten hat heute Schwierigkeiten, das ganze Dienstleistungsangebot zu bewältigen.»

Insgesamt sei die aktuelle Studie vor allem «eine Bestätigung für die Richtigkeit unserer Arbeit», findet Verbandspräsident Perler. Und Greca doppelt nach: «Sie zeigt, dass Raiffeisen aus Deutschfreiburg nicht mehr wegzudenken ist.»

BZ/ja/lp

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