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«Der Schwarzsee zieht Besucher an»

Plaffeien und Oberschrot sind die einzigen Freiburger Gemeinden im künftigen Naturpark Gantrisch. Sie werfen die Frage auf, weshalb die bekannte Tourismusdestination Schwarzsee nicht im Parknamen vorkommt.

Die Landschaft am Schwarzsee ist als Tourismusdestination beliebt.
Die Landschaft am Schwarzsee ist als Tourismusdestination beliebt.
zvg Schwarzsee Tourismus

Wer über den Gurnigel Richtung Zollhaus unterwegs ist, wechselt den Kanton: Kurz nach dem Weiler Sangernboden beginnt der Kanton Freiburg. Da die Gemeinden Plaffeien, Oberschrot und Zumholz geografisch zum Gantrischgebiet gehören, fragte der Förderverein Region Gantrisch sie an, ob sie beim Projekt Naturpark mitmachen wollten. Plaffeien und Oberschrot sagten Ja, Zumholz lehnte ab. Am 27.November werden die Gemeindeversammlungen über den Beitritt abstimmen.

Die beiden Gemeinden steuern zu den gesamthaft rund 400 Quadratkilometern des Parks eine Fläche von rund 12 Prozent bei, wie Otto Lötscher, Ammann von Plaffeien, an einer Informationsveranstaltung in Plaffeien sagte. Dazu gehört das Gebiet um den Schwarzsee, eine bekannte Tourismusdestination in dieser Region.

«Ein wichtiges Element»

«Der Schwarzsee ist ein wichtiges Element und eine gute Ergänzung des Naturparks» sagte Staatsrat Georges Godel, Direktor für Raumplanung, Umwelt und Bau (RUBD), in seiner Ansprache. Godel unterstützte im Namen des gesamten Staatsrats den Beitritt der beiden Freiburger Gemeinden zum Naturpark Gantrisch.

Die Tatsache, dass sich der Schwarzsee als bekanntes Ziel für Touristen etabliert hat, rief Frager auf den Plan: Weshalb der Naturpark lediglich «Gantrisch» heisse und den Schwarzsee unerwähnt lasse, wollte unter anderem Manfred Riedo, Präsident von Schwarzsee Tourismus, wissen: «Der Name Schwarzsee zieht Besucher an.»

Peter Krähenbühl, Präsident des Fördervereins Gantrisch, begründete die Namensgebung mit der Marke Gantrisch, die sich etabliert habe: «Es ist heikel, ein solches Label anders zu benennen.» Im Weiteren bilde der Berg Gantrisch eine Art Mittelpunkt des Parkgebiets. Würde nun der Schwarzsee ebenfalls in den Namen integriert, rutschte der Fokus in den Westen. «Das könnte dazu führen, dass sich die östlichen Gemeinden rund um den Gerzensee benachteiligt fühlen», so Krähenbühl. Der Förderverein wird jedoch die Anregung prüfen.

Windpark bleibt erlaubt

Plaffeien und Oberschrot bilden den Übergang vom künftigen Naturpark Gantrisch zum Parc régional de la Gruyère/Pays d’Enhaut, der aus Freiburger und Waadtländer Gemeinden besteht. Dieses Potenzial gelte es zu nutzen und die Zusammenarbeit zu fördern, sagte Otto Lötscher.

Weitere Fragen der rund 40 Anwesenden im Hotel Alpenclub betrafen die Jagd in einem Naturpark sowie die Errichtung von Windpärken und Kleinkraftwerken. Marius Achermann, Verantwortlicher für die Pärke in der RUBD, betonte einmal mehr, dass sich an der Gesetzgebung und den Richtlinien der Raumplanung auch in einem Naturpark nichts ändere: «Bestehende Jagdbanngebiete bleiben, neue gibt es wegen des Parks nicht.» Dasselbe gelte für den kantonalen Richtplan, welcher den Schwyberg für einen Windpark vorsieht. Krähenbühl.

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