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CVP-Nationalrat de Bumann kandidiert für Couchepin-Nachfolge

Nun ist auch in der CVP ein erster Name für die Nachfolge von Bundesrat Couchepin gefallen. Auf Anregung der CVP Stadt Freiburg hat Nationalrat Dominique de Buman seine Kandidatur für den Sitz im Bundesrat bekanntgegeben.

Die Kandidatur erfolge in Absprache mit dem Wahlausschuss der CVP Schweiz, hiess es in der Mitteilung der Freiburger CVP vom Freitagmorgen. Parteipräsident Christoph Darbellay sagte am Freitag im Westschweizer Radio RSR, de Buman gehöre zu den fünf bis sieben Papabili innerhalb der CVP. Seine Kandidatur sei legitim.

Als Favorit innerhalb der CVP gilt Fraktionschef und Ständerat Urs Schwaller. Darbellay sagte, er wünsche sich eine Kandidatur Schwallers. Was seine eigene Kandidatur anbelangt, liess er alle Optionen offen.

Die CVP hat ihren Anspruch auf Couchepins Sitz schon wiederholt angemeldet. Darbellay sagte gegenüber RSR, die Partei habe einen Wahlvorschlag präsentieren wollen. Dass jemand seine Kandidatur jetzt schon anmelde, sei nicht vorhergesehen gewesen.

In der Mitte regieren

De Buman ist Vizepräsident der CVP Schweiz und seit 2003 Nationalrat. In einer schriftlichen Absichtserklärung de Bumans vom Freitagmorgen hiess es, er wolle «in der Mitte regieren».

Und: «Ich will, dass die Schweiz ihre Rolle als Pionierin weiterhin wahrnimmt und dass sie ihr internationales Ansehen dank einer beispielhaften Wirtschaft, welche Respekt zeigt vor dem Menschen und der Umwelt, weiterhin pflegt und verstärkt.»

Er habe Parteipräsident Darbellay am Donnerstagabend persönlich über seine Absicht informiert, sagte de Buman im Westschweizer Radio RSR. Der fünfköpfige Wahlausschuss der CVP habe mit mehreren Personen Gespräche geführt und ihnen bis Mitte August Zeit gegeben, sich für oder gegen eine Kandidatur zu entscheiden.

Im Parlament arbeitet der Jurist in der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) mit. Zuvur hatte der 53-Jährige unter anderem Mandate in der Geschäftsprüfungskommission (GPK) sowie der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) inne.

Engagement für Cardinal

Von 1994 bis 2004 war de Buman Freiburger Stadtammann. In dieser Zeit habe er die Verwaltung der Stadt modernisiert, schreibt die CVP Stadt Freiburg. Sie erinnert unter anderem an de Bumans Engagement «an vorderster Front» für die Rettung eines Teils der Arbeitsplätze der Brauerei Cardinal.

De Buman ist seit Ende 2008 Präsident der Vereinigung Helvetia Latina. Helvetia Latina setzt sich für die lateinische Kultur und die Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung ein.

Vier freisinnige Kandidaten

Bisher haben vier Westschweizer Freisinnige ihren Anspruch auf den Sitz bekanntgegeben. Es sind der Waadtländer Staatsrat Pascal Broulis, der Neuenburger Ständerat Didier Burkhalter und die Genfer Nationalräte Martine Brunschwig Graf und Christian Lüscher.

Andere Mitglieder der Freisinnig-Liberalen haben noch bis Montag Zeit, sich über ihre Kantonalsektionen anzumelden. Spekuliert wird vor allem über eine Kandidatur von Parteipräsident Fulvio Pelli aus dem Tessin. Die Ersatzwahl für Pascal Couchepin (FDP) findet am 16. September statt.

(SDA)

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