«Murten ist die Stadt für das Panorama»

Murten

Um das Bild der Murtenschlacht hat sich die Gruppe Freunde des Murtner Panoramas 1476 gebildet. Nach 13 Jahren wollen sie das Bild wieder der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Das Rundbild der Murtenschlacht von Louis Braun (1893) soll einen Platz finden.<p class='credit'>(Bild: Keystone)</p>

Das Rundbild der Murtenschlacht von Louis Braun (1893) soll einen Platz finden.

(Bild: Keystone)

Eingerollt wartet das 10 auf 100 Meter grosse Panoramabild der Schlacht bei Murten seit der Expo.02 darauf, wieder bewundert zu werden. Nun kann das Gemälde von Louis Braun neben der Stiftung für das Panorama auf zusätzliche Unterstützung zählen: Der pensionierte Chirurg Gaston-François Maillard aus Rue im Glanebezirk hat für das Bild von 1893 eine Gruppierung mit prominenten Mitgliedern aus der Taufe gehoben.

Der Plan der sogenannten Freunde des Murtner Panoramas 1476: den Bau des Parkhauses Ost in Murten mit dem Bau einer Kuppel für das Panorama zu verbinden. Maillards Vision ist, das Parkhaus im Untergrund zu bauen und darüber auf dem Viehmarktplatz eine Kuppel mit dem Panorama, weiteren Ausstellungsräumlichkeiten und einem Kongresssaal zu errichten.

Denn nur mit einer Mehrfachnutzung könnten die Betriebskosten gedeckt werden. Maillard ist Feuer und Flamme für das Projekt: «Murten ist die Stadt für das Panorama, es gibt nichts anderes.» Das Städtchen sei Symbol für die Mehrsprachigkeit der Schweiz und deshalb idealer Standort.

Der nötige Enthusiasmus

Die Idee mit Panoramakuppel und Parkhaus ist nicht neu: Bereits 2009 setzte sich der Verein Standortentwicklung Murtenseeregion (SEM) dafür ein, dass das Gemälde in Murten ausgerollt wird.

Pläne für einen Rundbau auf dem Viehmarktplatz sowie für Ortsmuseum, Tourismusbüro und ein Parkhaus bestehen. SEM-Präsident Andreas Fink begrüsst das Engagement Maillards: «Sein Enthusiasmus ist genau das, was wir gesucht haben.» Er sei überzeugt, dass in Murten ein Riesenpotenzial bestehe für einen Panoramapark.

Ein anderes Vorhaben

Der Plan der Stiftung für das Panorama der Schlacht bei Murten hingegen ist, das Gemälde in einem Anbau des Historischen Museums Bern auszustellen. Im Sommer 2014 teilte die Stiftung jedoch mit, dass sie die dafür nötigen 20 Millionen Franken nicht zusammenbringe.

Was der Stiftungsrat von Maillards Idee hält, ist nicht klar. Im Oktober sagte Präsidentin Christiane Feldmann, dass sie das Projekt mit Maillard persönlich besprechen wolle. Gestern war sie auf Anfrage nicht erreichbar. Maillard bestätigt, dass er mit Feldmann und dem Murtner Stadtpräsidenten Christian Brechbühl gesprochen habe. Gemäss Maillard wäre die Variante, das Panoramamuseum mit dem Parkhausprojekt zu verbinden, günstiger: «Wie mir Christian Brechbühl gesagt hat, könnte die Stadt eine Kombination von Parkhaus und Museum bei einem Zuschlag in Höhe von 6 bis 7 Millionen Franken prüfen.» Brechbühl dementiert diese Aussage jedoch: «Das ist eine Falschaussage», sagt der Stadtpräsident auf Anfrage.

Maillard ist auch mit Bundesrat Alain Berset in Kontakt: «Es ist eine wichtige Sache für die ganze Schweiz, dass das Panorama zu sehen ist.»

www.murtenpanorama.ch

Berner Zeitung

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