Die Rückkehr von Pettersson und Findus

Jegenstorf

Die Remise-Bühni Jegenstorf zeigt noch bis Ende Dezember das Stück «Findus und der Hahn im Korb». Damit bringt sie Figuren auf die Bühne zurück, die bereits vor drei Jahren für Begeisterung sorgten.

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Hahn Caruso (links) macht die Hennen schwach.

(Bild: zvg)

Die Szenerie auf der Remise-Bühni in Jegenstorf ist ausgesprochen idyllisch: Da stehen ein kleiner Bauernhof, ein rot gestrichener Hühnerstall. Die jungen und alten Zuschauer ahnen nicht, welche Dramen sich gleich auf dieser Bühne abspielen werden. Und was für ein Mordsspass dazu. Pettersson und Findus sind Figuren aus einer schwedischen Kinderbuchreihe (siehe Kasten).

Wild gewordene Hühner

Der Inhalt des Stücks ist schnell erzählt. Der Kater Findus geniesst sein Leben auf Petterssons Hof in vollen Zügen. Bei den quirligen Hühnern ist er äusserst beliebt. Das Leben ist friedlich, bis eines Tages in einem geblümten Mottenschrank das Unheil auf den Hof gefahren wird: Es spricht breiten Schaffhauser Dialekt und nennt sich Caruso und ist ein Hahn.

Beim Anblick dieses unglaublich männlichen Vogels legen sich die Hühner gleich reihenweise zu Boden. Der findige Kater Findus seinerseits bemächtigt sich einer List, um den Hahn in seiner Mannes- beziehungsweise Hahneskraft etwas zu bremsen. Findus will die Aufmerksamkeit wieder auf seine Wenigkeit lenken.

Wer hier an eine Tragödie denkt, liegt goldrichtig. Genau das Tragikomische macht das Stück auch für Erwachsene interessant. Die skurrilen Charaktere in ihren umwerfenden Kostümen vermögen über alle Altersklassen hinweg zu begeistern. Gleichzeitig finden sich immer wieder Anspielungen, welche vor allem bei den älteren Herren im Publikum Heiterkeit erregen. Für die Regisseurin des Stücks, die 32-jährige Bernerin Davina Siegenthaler Hugi, war das generationenübergreifende ein erklärtes Ziel: «Das Stück ist zuallererst sicher für Kinder gemacht. Aber das Stück soll für alle etwas bieten.»

Mit Fototermin

Dass «Findus und der Hahn im Korb» gefällt, zeigt die Begeisterung des Publikums am Ende der Vorstellung. Die Kleinen dürfen sich noch mit ihren Lieblingsfiguren ablichten lassen. Die älteren Herren fabulieren draussen vor dem Theater über Findus, den Superhahn und dessen Gejammer.

Freiburger Nachrichten

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