Demonstration in Freiburg artet aus

Freiburg

Rund 100 Personen zogen durch die Stadt, um ihre Unterstützung für zwei junge Franzosen zu zeigen. Plötzlich kam es zu wüsten Szenen. Ein Polizist wurde schwer verletzt.

Ein Demonstrant wird festgenommen: Massiver Polizeieinsatz in Freiburg.

Ein Demonstrant wird festgenommen: Massiver Polizeieinsatz in Freiburg.

(Bild: Keystone)

Vor dem Zentralgefängnis entzündeten einige Demonstranten Rauchbomben und warfen Leuchtraketen, zudem richteten sie auf der Route Sachschäden an. Die Gewalt sei auf einen Schlag ausgebrochen, sagte Polizeisprecher Benoît Dumas am Abend vor den Medien. Eine Gruppe Demonstrierender habe hunderte Geschosse abgefeuert. Man sei von Seiten der Polizei sehr erstaunt gewesen.

Bei einem Polizeigebäude in der Nähe der Kathedrale wurden Scheiben eingeworfen. In einem Gebäude in der Nähe wurde ein Brand gelegt, der von der Feuerwehr aber rasch gelöscht werden konnte. Zwei Polizisten wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Der Zustand beider Polizisten ist stabil. Sie konnten das Spital wieder verlassen.

Etwa 41 Teilnehmende wurden von der Polizei einvernommen, 18 Personen wurden in Untersuchungshaft gesetzt. Mehrere der befragten Personen werden angezeigt. Weitere Ermittlungen sind im Gang.

Die beiden mutmasslichen Autodiebe, für welche demonstriert wurde, sitzen seit den tödlichen Schüssen eines Polizisten auf der A1 im April in Untersuchungshaft. Sie werden verdächtigt, in der Schweiz Autos gestohlen zu haben. Ein dritter Franzose war Mitte April im Tunnel von Sévaz FR auf der A1 an einer Polizeisperre von einem Polizisten erschossen worden.

sda

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