88 neue Wohnungen in Neuenegg

Neuenegg

Das Projekt Schönmatt kommt wie gerufen: Die Gemeinde Neuenegg wünscht sich mehr Wohnraum. Doch zunächst rollen die Baumaschinen auf.

Moderne Überbauung: So werden die fünf Mehrfamilienhäuser dereinst aussehen. Bezugsbereit sollen sie im Juli 2015 sein.

Moderne Überbauung: So werden die fünf Mehrfamilienhäuser dereinst aussehen. Bezugsbereit sollen sie im Juli 2015 sein.

(Bild: zvg)

«Eine lange Leidenszeit geht zu Ende», sagte Gemeindepräsident René Wanner am Spatenstich für die Schönmatt-Überbauung. Er blickte damit auf einige gescheiterte Projekte auf der Matte zwischen dem Schulhaus Dorf und den Bahngeleisen zurück.

Neuenegg brauche Wohnraum, betonte Wanner, besonders für ältere Menschen, die in einem Einfamilienhaus lebten, aber künftig auf kleinerem Fuss in der Gemeinde wohnen möchten. Das Projekt Schönmatt schafft Abhilfe. Bis im Juli 2015 entstehen fünf Mehrfamilienhäuser.

Schilder bei der Kirchgasse werben für das Vorhaben. Es sieht 67 Miet- und 21 Eigentumswohnungen vor. 30 Prozent der Wohnungen werden 2 Zimmer haben, 55 Prozent 3 Zimmer. Die restlichen 15 Prozent sind 4-Zimmer-Wohnungen. Wer in einer der zwölf Attikamietwohnungen oder der drei Attikaeigentumswohnungen leben will, muss tiefer in die Tasche greifen. Die Monatsmiete für die «normalen» Wohnungen liegen zwischen 1160 und 1760 Franken, die Kaufpreise schwanken zwischen 430'000 (3 Zimmer) und 550'000 (4 Zimmer) Franken.

Viel Grün

Beim Spatenstich fanden sich gestern Investoren, Planer, Behördenvertreter und Nachbarn ein. Die Basler Versicherung, GIF S.A. und die Nicasa Immobilien AG investieren total 34 Millionen Franken in die Neubauten. Initiiert und realisiert wird das Projekt von GWJ Architektur, der Implenia und der Immoveris AG, die fürs Vermieten und Verkaufen zuständig ist. Die Überbauung umfasst zwei Begegnungszonen: einen Spielplatz und einen Platz zum Verweilen im Zentrum des Areals. 99 Parkplätze sind geplant, davon 63 unterirdisch.

Das Zielpublikum für die 4-Zimmer-Wohnungen sind Familien. «Sie leben gerne nahe der Schule», sagt Immoveris-CEO Karin Aeberhard. Die kleineren Wohnungen seien für jüngere und ältere Leute interessant, welche die Nähe zum Bahnhof und die zentrale Lage schätzen.

Die Behörden gehen davon aus, dass die bestehende Infrastruktur in Neuenegg trotz den neuen Häusern ausreicht. Gemeindepräsident René Wanner hofft auf mehr Steuereinnahmen und Aufträge fürs lokale Gewerbe.

Berner Zeitung

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