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Flughafen: Kanton soll mehr zahlen

Bern-BelpDer wirtschaftsfreundliche Verein Entente Bernoise will, dass der Kanton für den Flugverkehr ab Bern-Belp eine Defizitgarantie übernimmt. Die Rede ist von jährlich 3 bis 8 Millionen Franken.

Am Flughafen Bern-Belp läuft zurzeit der Betrieb auf Hochtouren. Ab diesem Frühjahr können 24 Destinationen angeflogen werden – so viele wie noch nie (wir berichteten). Der Flughafen erhält nun Support von Entente Bernoise (EB). Die Vereinigung setzt sich mit wirtschaftspolitisch relevanten Themen auseinander und publiziert darüber regelmässig umfassende Arbeiten. In ihrem neusten Bericht untersucht EB die Rolle des Flughafens Bern-Belp für den Wirtschaftsstandort und fordert, dass der Kanton Bern den Luftverkehr als Teil des öffentlichen Verkehrs anerkennt. Konkret heisst das: Aus dem Topf von jährlich 199 Millionen Franken für Bahnen, Busse und Trams sollen auch Fluglinien mitfinanziert werden. Bei 3 bis 4 Linienflügen ab Bern-Belp würde die geforderte Defizitgarantie zwischen 3 und 8 Millionen Franken betragen. EB begründet die Forderungen mit der direkten Wertschöpfung des Flughafens von 57 Millionen Franken sowie mit den 380 Vollzeitstellen. Der indirekte Effekt des Regionalflugplatzes Bern-Belp soll weitere 21 Millionen Franken betragen. Chefs wohnen anderswo EB weist auch auf die Standortvorteile hin, die mit einem Flughafen verbunden sind. Grossunternehmen sind wegen ihrer internationalen Ausrichtung auf regelmässig durchgeführte Linienflüge ab Bern-Belp angewiesen. Besonders Kaderangestellte würden wegen der fehlenden Anbindung an den Flugverkehr lieber in den Grossregionen Zürich und Genf als im Kanton Bern wohnen und Steuern bezahlen, schreibt EB. Der Verein Entente Bernoise zieht in seiner Arbeit auch Vergleiche mit ausländischen Regionalflughäfen. So würden zum Beispiel Nantes in Frankreich und Bristol in England von der öffentlichen Hand unterstützt. Bereits mehrmals sind Steuergelder in den Flughafen Bern-Belp geflossen. Das Kantonsparlament machte im letzten Jahr 5,7 Millionen Franken locker, um die Abflughalle zu erweitern und um neue Schengen-Auflagen zu erfüllen. Die Beiträge für die Sicherheitskontrollen laufen 2013 aus. Danach sollen sie über die zweckgebundenen Treibstoffsteuern finanziert werden. Christian Liechti>

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