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Fliegen wie ein Adler – auch ohne Flügel

Die Region Interlaken ist

«Es bringt nichts, wenn jeder für sich alleine ackert», sagt David Bühler, Präsident des Vereins Interlaken Hostels & Adventure. Acht Hostels und doppelt so viele Anbieter im Freizeit- und Abenteuerangebot präsentieren gemeinsam ihre Organisation in der IGA-Sonderschau. «Eine unterschiedlichere Gesellschaft kann man sich kaum vorstellen. Viele Individualisten und Pioniere haben es in den letzten fünfzehn Jahren geschafft, Interlaken als grössten Anbieter der Schweiz zu etablieren, eine grossartige Leistung», ist David Bühler überzeugt. Pioniere mit Ausdauer In Balmer’s Herberge in Matten hat es begonnen. Erich Balmer gilt als unbestrittener Pionier im Backpackers-Tourismus. Früh hat er auf die Jugend gesetzt und ihren Drang nach Freiheit und Abenteuer sehr schnell erkannt. Er unterstützte mit viel Ausdauer die ersten Anbieter von Gleitschirmflügen und Riverrafting als sportliche Komponenten. Aus den bescheidenen Anfängen vor über 30 Jahren hat sich ein neues Tourismusverständnis für die Bedürfnisse junger Menschen entwickelt. «Wir haben eine Rakete gezündet und sind durchgestartet. Interlaken ist einzigartig, nirgends in Europa findet der Gast eine grössere Erlebnis- und Adventureszene», ist Bart Stapel von der Happy In Lodge in Interlaken überzeugt. Zusammen mit ein paar Anbietern aus der Herbergen- und Abenteuersportanbietern hat er den Verein gegründet mit dem Ziel, gemeinsam aufzutreten und Werbung gegen innen und aussen zu fördern. Dabei spielt die Akzeptanz eine wichtige Rolle. «Früher musste man sich fast entschuldigen, wenn man das Wasser, die Luft und die unbeschreiblich schöne Landschaft auf andere Art benützen wollte», erinnert sich David Bühler an den steinigen Weg. Es brauchte seine Zeit «Selbst in Tourismuskreisen brauchte es einige Jahre, bis das Verständnis für diese neue Art von Tourismus gewachsen ist. Aus den jungen Wilden ist ein wichtiger wirtschaftlicher Player geworden», sagt David Bühler. Über 110000 Logiernächte (zehn Prozent der Übernachtungen in der Region) werden generiert. Bis zu 400 Menschen arbeiten in den Hostels oder betreuen die Gäste bei den Adventureanbietern. Dabei erzielen sie gemeinsam einen Umsatz von rund 20 Millionen Franken. Salome Heiniger aus Wilderswil hat sich mutig an den Sitz geschnallt, und wie ein Könner zieht sie die Leinen, gewinnt an Höhe und fliegt weite Kurven in einer virtuellen Landschaft. Sich zum ersten Mal an einen Gleitschirm zu hängen, kostet sicher etwas Überwindung. In der IGA-Sonderschau hat Ulrich Rüger einen Gleitschirmsimulator aufgebaut, der echte Fluggefühle erleben lässt. Der Münchner Gleitschirmpilot Ulrich Rüger hat während einer langen Versuchsphase einen Simulator entwickelt, der die Reaktionsfähigkeit trainieren lässt und so die Sicherheit der Piloten fördert. Verschiedene Programme lassen Extremsituationen erleben und gefahrlos meistern. Doch in der Sonderschau der Gewerbeausstellung steht nicht die Schulung, sondern der Plausch am Gleitschirmfliegen klar im Zentrum, und wer sich traut, kommt kostenlos zu einem Adventure-vergnügen.Peter Wenger>

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