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Flickenteppich Basisstufe

Geteilte Meinungen nach den Schulversuchen: Viele Kantone lassen die Basisstufe bleiben, andere versuchen sie auf freiwilliger Basis einzuführen.

Im altersdurchmischten Unterricht der Basisstufe sollen sich die Kinder individuell entwickeln können. Die Basisstufe umfasst alle Kindergärteler sowie die Erst- und Zweitklässler. Für die Betreuung stehen 150 Stellenprozente zur Verfügung. Das neue Modell soll die Einschulung erleichtern. Im herkömmlichen Einschulungsmodell folgt auf zwei Jahre Kindergarten der Übertritt in die erste Klasse. Schwächere Kinder oder solche, die noch nicht reif sind für die Primarschule, besuchen vor der ersten Klasse eine Einführungsklasse oder absolvieren ein drittes Kindergartenjahr. Seit Sommer 2003 fanden in den Kantonen Aargau, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Freiburg, Glarus, Luzern, Nidwalden, St.Gallen, Thurgau und Zürich Schulversuche zur Basisstufe statt. Die Kantone Bern und Zürich haben den Versuch bis 2012 verlängert. Im Schlussbericht zu den Versuchen zog die Erziehungsdirektorenkonferenz eine verhalten positive Bilanz. Grundsätzlich wird die Basisstufe zwar begrüsst, weil sie Integration und schulische Förderung aller Kinder ermöglicht. Allerdings trägt das neue Modell wenig zum Abbau von sozialen Ungleichheiten bei. Zudem ist die Basisstufe meist mit Mehrkosten verbunden. Wenig erstaunlich deshalb, dass keiner der Kantone das Modell flächendeckend einführt. Die Kantone Appenzell Innerrhoden, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Graubünden, Solothurn und Uri wollen die Basisstufe nicht einführen. Dagegen entschieden hat sich auch der Kanton Aargau, weil der Nutzen die Mehrausgaben nicht rechtfertigt. Der Kanton Schwyz sieht ebenfalls von der Umsetzung der Basisstufe ab, will aber den Kindergarten weiterentwickeln. In den Kantonen Freiburg, Luzern, Nidwalden und St.Gallen wird derzeit die für die Gemeinden freiwillige Einführung der Basisstufe diskutiert. Ebenso im Kanton Bern. Dies soll im revidierten Volksschulgesetz geregelt werden, das sich derzeit in der Vernehmlassung befindet (wir berichteten). Im Kanton Bern haben sich zwölf Gemeinden am Schulversuch beteiligt. Abgebrochen hat ihn einzig die Gemeinde Affoltern. Dies, weil sowohl die Schülerzahl rückläufig war als auch das Interesse der Eltern am neuen Modell abnahm. as>

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